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Sammlung von Newsfeeds

ab sofort für die FAIR

Neues von der DPSG - Do., 08/11/2022 - 15:08
ab sofort für die FAIR Handelsgesellschaft mbH gesucht. Nähere Informationen findest du in der Stellenausschreibung.
Kategorien: Pfadfinder

für den BDKJ im Bistum Aachen zum 01.09

Neues von der DPSG - Do., 08/11/2022 - 03:07
für den BDKJ im Bistum Aachen zum 01.09.2022 gesucht. Nähere Informationen findest du in der Stellenausschreibung.
Kategorien: Pfadfinder

für den BDKJ im Bistum Aachen zum 01.11

Neues von der DPSG - Mi., 08/10/2022 - 15:07
für den BDKJ im Bistum Aachen zum 01.11.2022 gesucht. Nähere Informationen findest du in der Stellenausschreibung.
Kategorien: Pfadfinder

Informationen zu Vernetzungstreffen,

Neues von der DPSG - Mo., 08/08/2022 - 15:05
Informationen zu Vernetzungstreffen, Stammtischen und aktuellen Aktionen
Kategorien: Pfadfinder

Zum Jubiläum begrüßte der Papst

Scouting - Fr., 08/05/2022 - 16:09

Anlässlich des 50. Jahrestag der Gründung der Organisation „Scouts Unitaires de France“ empfing der Heilige Vater im Mai im Apostolischen Palast des Vatikans eine Delegation der Scouts. Er wendete sich mit einer ausführlichen Ansprache an sie. Darin sagte er u.a.: „In der Gesellschaft sehen wir allzu oft eine Verschlechterung der zwischenmenschlichen Beziehungen und einen Mangel an verlässlichen Modellen für junge Menschen, die eine Orientierung suchen. Diese Situation wird durch die aktuelle Gesundheitskrise noch prekärer, die die Möglichkeiten, sich zu treffen, zu verbrüdern und neue Freundschaften zu schließen, eingeschränkt hat. Angesichts all dieser Schwierigkeiten ist Ihre Pfadfinderbewegung ein Zeichen der Ermutigung für junge Menschen, weil sie sie einlädt, zu träumen und zu handeln, den Mut zu haben, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. In der Tat zeigen Sie durch Ihre Pädagogik der älteren Geschwister, die die jüngeren beschützen und begleiten und ihnen geduldig helfen, die vom Herrn empfangenen Talente zu entdecken und fruchtbar zu machen, wie „das Erleben echter menschlicher Beziehungen, nicht nur virtueller Beziehungen, etwas ist die jeder braucht, besonders in einem Alter, in dem der Charakter und die Persönlichkeit eines Menschen geformt werden“ (Botschaft Urbi et Orbi, 4. April 2021). […]

Der Pfadfinder ist mit seiner Bereitschaft, seinem Nächsten zu dienen, auch berufen, für eine „nach außen gerichtete“ Kirche und für eine menschlichere Welt zu arbeiten. Zu diesem Zweck haben Sie die edle Mission, überall, wo Sie sind, zu bezeugen, dass Sie mit Ihrem Glauben und Ihrem Engagement den Reichtum menschlicher Beziehungen steigern und sie zu einem gemeinsamen Gut machen können, das zur sozialen Erneuerung beiträgt. Deshalb fordere ich Sie auf, sowohl dynamische Christen als auch treue Pfadfinder zu sein! Und Sie werden dies tun, indem Sie versuchen, mit den Werten, die Sie vertreten, konsistent zu sein, indem Sie starke Überzeugungen haben, die auf dem Evangelium basieren, und in einem Geist der Offenheit gegenüber anderen. Dann kommt Ihr Handeln der Gesellschaft, in der Sie leben, auf verschiedene Weise zugute (vgl. Enzyklika Fratelli tutti, 203). Dank Ihrer Beziehung zur Natur tragen Sie die Botschaft, dass Respekt für andere und für die Umwelt Hand in Hand gehen und dass wir uns daher „nicht anmaßen können, unsere Beziehung zur Natur und Umwelt zu heilen, ohne alle grundlegenden menschlichen Beziehungen zu heilen“ (Laudato si‘ , 119). Ich lade Sie ein, sich nicht von der Selbstsucht der Welt entmutigen zu lassen, sich nicht in sich selbst zurückzuziehen, keine untätigen jungen Menschen zu sein, ohne Ideale und ohne Träume. Verlieren Sie nie die Tatsache aus den Augen, dass der Herr Sie alle aufruft, die missionarische Verkündigung furchtlos zu tragen, wo immer Sie sind, besonders unter jungen Menschen, in Ihrer Nachbarschaft, beim Sport, beim Ausgehen mit Freunden, im Ehrenamt und bei der Arbeit. Teile immer und überall die Freude des Evangeliums, das dich leben lässt! Der Herr möchte, dass Sie seine Jünger sind und Licht und Hoffnung verbreiten, weil er auf Ihren Mut, Ihren Mut und Ihre Begeisterung zählt (vgl. Nachsynodales Apostolisches Schreiben Christus vivit, 177).

Liebe Freunde, noch einmal ermutige ich Sie in Ihren Bemühungen, die Katholische Pfadfinderschaft zu einer Bewegung der Hoffnungssäer und einer Wiederentdeckung des Gemeinschaftslebens zu machen. Ich danke Gott für Ihr Zeugnis in diesen fünfzig Jahren im Dienst Ihrer Brüder und Schwestern und der Kirche, die Sie vor allem mit Ihrem Gebet unterstützen. Ich hoffe, dass dieses Jubiläum eine Gelegenheit für jeden von Ihnen sein wird, Ihre Verpflichtungen im Einklang mit dem Erbe Ihrer Vorgänger zu erneuern, um jungen Menschen zu helfen, freie und verantwortliche Personen zu werden, die andere und ihre respektieren Umgebung. Ich vertraue die Scouts Unitaires de France dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria an. Möge sie ihren barmherzigen Blick auf jeden von euch richten und euch dazu führen, treue Jünger ihres Sohnes zu sein. Ich segne Sie alle, Ihre Familien und die Menschen, die Sie mit ihrer geistlichen und materiellen Unterstützung begleiten. Und ich bitte Sie, vergessen Sie bitte nicht, für mich zu beten. Vielen Dank.“

Quelle: Libreria Editrice Vatican; https://www.exaudi.org/pope-addresses-scouts-unitaires-de-france/ 14.05.2022
Bildnachweis: Vatican Media

Kategorien: Pfadfinder

für die Bundesleitung gesucht. Nähere I

Neues von der DPSG - Mi., 08/03/2022 - 15:02
für die Bundesleitung gesucht. Nähere Informationen findest du in der Stellenausschreibung.
Kategorien: Pfadfinder

Reiserechte

Scouting - Di., 08/02/2022 - 14:20

Pfadfinder sind Reisende. Und wer reist, erlebt Abenteuer – leider nicht immer positiver Art. Bei Zugreisen sind es vor allem Verspätungen und verpasste Anschlusszüge, bei Flügen demoliertes Gepäck, welches zu Verärgerung führt. Ist der Trageriemen vom Rucksack abgerissen und wird einem als Ersatz ein Trolley angeboten, so mag man dieses allenfalls als schlechten Scherz empfinden. Als Passagier hat man so manche Rechte. Leider ist jedoch festzustellen, dass sie nicht immer den gefühlten Schaden ausgleichen und es zudem sehr aufwändig sein kann, diese geltend zu machen. Starker Schneefall, Selbstmörder auf den Schienen oder schlicht entlaufene Kühe verursachen einen großen Teil der Verspätungen bei Bahnreisen, ohne dass die Deutsche Bahn dafür zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Ähnliches gilt im Flugreiseverkehr im Falle von Vulkanausbrüchen. Und immer liegt die Pflicht des Schadensnachweises bei einem selbst. Versäumt man es im Trubel und der Zeitnot, sich die notwendigen Bescheinigungen über die Verspätungen beim überlaufenen Servicepoint oder dem Zugpersonal abzuholen bzw. die Beschädigung des Gepäckes unmittelbar beim richtigen Schalter der Fluglinie zu reklamieren und die Siebentagefrist zum Einreichen der Belege einzuhalten, so guckt man in die Röhre.

Bahnreisen

Mit dem Fahrgastrechtegesetz gelten einheitliche Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr in Deutschland. Sie räumen den Reisenden gleiche Rechte bei allen Eisenbahnunternehmen ein und gelten für alle Züge von der S-Bahn bis zum ICE, unabhängig davon, von welchem Eisenbahnunternehmen sie betrieben werden. Sie gelten auch für Reiseketten aus Zügen verschiedener Eisenbahnunternehmen, die mit einer Fahrkarte genutzt werden, im Nachtreiseverkehr und Autoreiseverkehr (dort jedoch nur anteilig auf die Preise der Personentickets). Die Deutsche Bahn entschädigt darüber hinaus auch bei grenz­über­schrei­tenden Tickets, sofern die Fahrkarte bei einer Verkaufsstelle der DB gekauft wurde und die DB als Beförderer (im Vorlauf bzw. Nachlauf) beteiligt ist. Ab 60 Minuten Verspätung an ihrem Zielbahnhof erhalten Fahrgäste eine Entschädigung von 25 Prozent des gezahlten Fahrpreises für die einfache Fahrt, ab 120 Minuten Verspätung 50 Prozent. Für ICE-Sprinter und Streckenzeitkarten gelten gesonderte Regelungen (im Detail unter www.deutschebahn.de nachzulesen). Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielort seiner Fahrkarte ist der Fahrgast (außer bei einem Nahverkehrsticket) berechtigt, auf eine andere, nicht reservierungspflichtige Zugverbindung zu wechseln. Verspätung vom Zugbegleiter bestätigen lassen! Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten kann der Fahrgast von seiner Reise zurücktreten und sich den vollen Fahrpreis erstatten lassen; bei Nutzung einer Teilstrecke sich den nicht genutzten Anteil erstatten lassen; bei Reiseabbruch und Rückkehr zum Ausgangsbahnhof, sich den bereits genutzten Anteil und den nicht genutzten Anteil erstatten lassen. Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielort von mindestens 60 Minuten und einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr, hat der Fahrgast zudem das Recht, ein anderes Verkehrsmittel zu nutzen (z.B. Bus oder Taxi). Die Kosten hierfür werden bis maximal 80 EUR erstattet. Dies gilt ebenfalls bei Ausfall eines Zuges, sofern es sich dabei um die letzte fahrplanmäßige Verbindung des Tages handelt und der Zielbahnhof ohne die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht werden kann. Wird aufgrund eines Zugausfalls oder einer Verspätung eine Übernachtung erforderlich und ist die Fortsetzung der Fahrt am selben Tag nicht zumutbar, werden dem Fahrgast angemessene Übernachtungs­kosten erstattet. Stellt die Eisenbahn dem Fahrgast das andere Verkehrsmittel bzw. eine erforderliche Übernachtung unentgeltlich zur Verfügung, hat dies grundsätzlich Vorrang vor selbst organisierten Alternativen.

Flugreisen

Die Fluggastrechte dienen der Stärkung der Ansprüche von Flugpassagieren gegenüber EU-Fluggesellschaften oder Fluggesellschaften, die von, nach, oder innerhalb von EU-Gebiet fliegen. Bei Nichtbeförderung wegen Überbuchung oder kurzfristige Annullierung des Fluges hat der Passagier Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises, frühestmöglichen kostenlosen Rückflug zum Abflugort, frühestmögliche Beförderung zum Zielort, Beförderung zum Zielort zum Wunschtermin (sofern Plätze frei sind). Darüber hinaus hat die Fluggesellschaft eine Entschädigung von 250 € für eine Flugstrecke kürzer gleich 1500 km; 400 € für eine weitere Strecke innerhalb der EU oder kleiner gleich 3500 km; 600 € bei Flugstrecken länger als 3500 km zu zahlen. Wird ein Alternativflug angeboten, der nicht später als zwei / drei / vier Stunden (je nach oben genannter Entfernung) nach dem geplanten Flug eintrifft, kann die Gesellschaft die Entschädigung um 50% kürzen. Bei großer Verspätung sind als Entschädigung Mahlzeiten, Getränke, Telekommunikation und notfalls eine Hotelunterkunft inklusive des Transfers zu stellen. Jedoch nur bei einer Verspätung von zwei Stunden und mehr für eine Flugstrecke kleiner gleich 1500 km; drei Stunden und mehr für eine weitere Strecke innerhalb der EU oder kleiner gleich 3500 km; vier Stunden und mehr bei Flugstrecken außerhalb der EU größer 3500 km.

Bei einer Verspätung von 5 Stunden und mehr ist der Ticketpreis zu erstatten und gegebenenfalls ein kostenloser Rückflug zu stellen. Darüber hinaus kann Schadensersatz geltend gemacht werden, unabhängig vom Abflug- oder Zielort, sofern ein Schaden nachweislich eingetreten ist. Dazu muss das Unternehmen für die Verspätung verantwortlich sein. Fluggesellschaften können haftbar gemacht werden für die Beschädigung oder den Verlust von Gepäckstücken (bis zu einer Höhe von 1200 €) und für Verletzung oder Tod bei Unfällen. Dabei ist zu beachten, dass Wertgegenstände ins Handgepäck gehören. Bargeld, Dokumente und Schmuck werden bei Verlust nicht ersetzt. Gepäckverlust oder Gepäckschäden sind sofort am Flughafen bei der Airline zu melden, wo der Schaden protokolliert wird. Anschließend ist nochmals binnen sieben Tagen (!) schriftlich bei der Airline (die irische Billigfluglinie hätte es zudem gern in englischer Sprache) eine Schadensmeldung zum Gepäckverlust einzureichen und der Schaden zu beziffern. Belege, Quittungen und Flugticket mit Gepäckabschnitt sind aufzubewahren. Diese müssen für die Regulierung des Gepäckschadens vorgelegt werden. Sicherheitshalber den gesamten Schriftwechsel dokumentieren. Zeugen benennen, die den ordnungsgemäßen Zustand des Gepäcks vor Abflug bzw. den Inhalt des Koffers bestätigen können. Wird die Frist von sieben Tagen versäumt, z.B. weil man sich gerade auf Großfahrt in einem fremden Land befindet – Pech gehabt!
Schiffsreisen

Wer auf dem Wasser unterwegs ist, hat gemäß einer Entscheidung des EU-Parlamentes ab Herbst 2012 ähnliche Rechte wie ein Flugreisender. So werden künftig Verspätungen von mehr als 90 Minuten finanziell entschädigt, zudem hat man Anspruch auf eine kostenlose Mahlzeit und ein Getränk. Wenn das Schiff mehr als 90 Minuten später ablegt als geplant, soll der Fahrpreis erstattet werden. Bei längeren Verzögerungen muss das Schiffsunternehmen für maximal drei Übernachtungen aufkommen oder eine alternative Transportmöglichkeit anbieten. Kleine Boots- und Schiffsunternehmen sind aber von der neuen Regelung ausgenommen.

Für den Busverkehr gibt es noch keine entsprechenden Regelungen.

Quelle: scouting 04-10

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Kategorien: Pfadfinder

Für die deutsch-französische Kommission

Neues von der DPSG - Di., 08/02/2022 - 03:01
Für die deutsch-französische Kommission gesucht. Informationen findest du in der Ausschreibung.
Kategorien: Pfadfinder

die ifp bietet Chancen. Nähere

Neues von der DPSG - Di., 08/02/2022 - 03:01
die ifp bietet Chancen. Nähere Informationen in der Ausschreibung.
Kategorien: Pfadfinder

Erstmalig Boofenverbot!

Scouting - Mo., 08/01/2022 - 07:18

Ab dem 20.05. bis 15.06.2022 ist es erstmalig befristet verboten, im Nationalpark Sächsische Schweiz im Freien zu übernachten. Künftig wird es zum Schutz bedrohter Tierarten und deren Nachwuchs in jedem Jahr verboten sein, während der Brut- und Setzzeit , vom 01.02. bis 15.06. im Nationalpark Sächsische Schweiz zu übernachten.

Quelle: https://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/besucherinformation/sonstiges/freiuebernachten/

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Pfadfinderbund Weltenbummler

Scouting - Sa., 07/30/2022 - 13:10

Der Pfadfinderbund Weltenbummler (PbW) ist aus dem Horst Rebellen des BdP entstanden, der sich im Jahr 1981 als „Pfadfinderbund Bayern“ selbständig machte. Nach seiner Ausbreitung auch über dieses Bundesland hinweg erfolgte 1992 die Umbenennung zum jetzigen Namen. Der PbW ist koedukativ und interkonfessionell. Er verfügt als einer von wenigen Bünden in Deutschland über die sogenannte Biber- und Mini-Biberstufen, d.h. bereits Kleinkinder können in entsprechenden Gruppen in das Pfadfinden einsteigen. Zudem bietet das aus dem PbW hervorgegangene „Fahrten-Ferne-Abenteuer“-Ferienwerk Erlebnispädagogische Ferien- und Sprachreisen an. Der PbW ist sowohl Mitglied im Deutschen Pfadfinderverband, als auch im alternativen Weltpfadfinderbund „World Federation of Independent Scouts“ (WFIS) und Anbieter des Internationalen Jugendprogramms (IJP).  Mit seinen bundesweit 2000 Mitgliedern gehört er zu den größeren unabhängigen Pfadfinderbünden. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Ermittlung gegen Gruppenleiter

Scouting - Sa., 07/30/2022 - 13:10

Feuerwehr und Rettungsdienste mussten am 20. Juli zum Brocken (höchster Berg im Harz) ausrücken, um einer Pfadfindergruppe aus Kiel beizustehen. Bei dortigen Tageshöchsttemperaturen von über 28 Grad im Schatten (und das auf der Zielhöhe von 1142m!) war es trotz schattigem Weges dazu gekommen, dass insgesamt 14 Teilnehmer nach dem Aufstieg zum Brocken Anzeichen von Wassermangel und Hitzschlag zeigten und die Gruppe den Notruf alarmierte. Insgesamt fünf der Pfadfinder mussten am frühen Abend in Krankenhäuser gebracht werden, da umliegende überfüllt waren z.T. sogar ins weit entfernte Braunschweig. Ein Jugendlicher konnte glücklicherweise am Folgetag, die weiteren vier Kinder am Freitag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die übrigen Pfadfinder der Gruppe waren am Mittwoch zunächst zwecks Abkühlung in ein Feuerwehrgerätehaus gebracht worden und von dort aus weiter in eine Jugendherberge. Wie Volksstimme berichtete, nahm die Staatsanwaltschaft anschließend Ermittlungen gegen den 20-jährigen Gruppenleiter wegen des Verdachts der fahrlässiger Körperverletzung auf.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde zudem festgestellt, dass die Gruppe die Nacht zuvor „verbotenerweise“ in einer Schutzhütte im Nationalpark Harz verbracht hatte. (Wobei das mit dem „verboten“ nach meiner Ansicht womöglich diskutabel ist, denn wenn sie kein Zelt errichtet haben, haben sie ja genaugenommen weder gezeltet (das ist verboten), noch gecampt, sondern nur biwakiert. Ein generelles Übernachtungsverbot konnte ich den betreffenden Gesetzen aber nicht finden. Tatsache ist aber, dass der Pressesprecher des Nationalparks konsequent von einem bestehenden Verbot spricht). Pikanterweise waren Vertreter der gleichen Pfadfindergruppe bereits vor ein bis zwei Jahren von einem Ranger darauf hingewiesen worden, dass das Übernachten im Nationalpark verboten sei. Diesmal begegnete ihnen, als sie sich in der fraglichen Schutzhütte aufhielten, wieder ein Ranger, der sie erneut (und vor ihrer Übernachtung) auf das Verbot hinwiesen haben soll.

Man muss kein Pfadfinder sein, um zu wissen, dass es ungesund ist, seinen Kopf oder Nacken(!) im Sommer ungeschützter Sonneneinstrahlung auszusetzen, denn die Folge kann ein Sonnenstich sein, der sich mit starken Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit und einem geröteten, heissen Kopf einhergeht. Schwere Verläufe können zum Tod führen. Ein Hitzschlag, der noch gefährlicher ist, droht hingegen, wenn die Wärmeregulation des Körpers durch Hitze (besonders Temperaturen ab 28 Grad), oft in Kombination mit körperlicher Anstrengung und/oder zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, versagt. Er äußert sich durch gerötete, trockene und heisse Haut, besonders im Gesicht, und einen erhöhten, meist schwachen Puls sowie Bewusstseinstrübungen, Erbrechen, Krämpfen und Kopfschmerzen. Der Kreislauf kann zusammenbrechen, das Gehirn und andere Organe können bleibende Schäden davontragen. Dem Hitzschlag geht oft eine Hitzeerschöpfung voraus, deren Anzeichen Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühl, Schwindel und Übelkeit sind.  Besonders anfällig für einen Hitzschlag sind u.a. Kinder, da diese weniger Schwitzen und deshalb hohe Temperaturen schlechter ausgleichen können.

Quellen: RTL 21.07.2022; MDR 22.07.2022; Bild stammt aus dem Archiv und zeigt weder den Brocken, noch die betroffene Gruppe.

Kategorien: Pfadfinder

Sanitäre Regulierung

Scouting - Fr., 07/15/2022 - 14:19

„Sanitären Regulierung“: Man kommt als Pfadfinder oder Wandervogel auf längeren Touren durch die unberührte Natur nicht umhin, diese zur Erledigung von kleineren oder größeren „Geschäften“ aufzusuchen. Darf man das? Eine grundsätzliche Antwort kann man nicht geben, denn wie so oft hängt dies von den lokalen Verordnungen ab. Vorhandene Toiletten sind aufzusuchen! Innerhalb geschlossener Bebauung und in Stadtparks ist davon auszugehen, dass ein Verbot selbst für einfaches „Austreten“ besteht. Es drohen empfindliche Geldbußen und zahlreiche Belege zeugen von der tatsächlichen Anwendung dieser Verordnungen insb. bei Stadtfesten oder größeren Veranstaltungen.

In „freier“ Natur ist die Stelle so zu wählen, dass sie nicht auf einem Weg liegt oder einsichtig ist (Erregung öffentlichen Ärgernisses); außerdem nicht innerhalb von Trinkwasserschutzzonen 1 und 2 (sie sind durch Schilder gekennzeichnet); außerdem nicht in Naturschutzgebieten oder solchen, wo das Verlassen der Wege per se untersagt ist oder wo sogar spezielle Schilder auf das Verbot der Verrichtung der Notdurft hinweisen (z.B. auf Rügen oder in den Dünen der Niederlande).

Es ist nach Möglichkeit das große Geschäft mit viel Erde abzudecken und/oder in eine zuvor ausgehobene Grube zu erledigen. Die Aussagen, ob Taschentücher gut oder gar nicht verrotten und wie umweltverträglich sie seien, sind sehr unterschiedlich (die genannten Zeiträume reichen von drei Wochen bis sieben Jahren, es hängt wohl auch von der Verarbeitung ab, ob Öle hinzugefügt wurden und ob sie bedruckt sind). Vorbildliche Menschen benutzen deshalb Klopapier oder verstauen die Taschentücher in Mülltüten, um sie dann später sachgerecht zu entsorgen.

Wie man am Beispiel zahlreicher Waldkindergärten ohne Toilettenanlagen (!) erkennen kann, besteht durchaus die Möglichkeit, für Spatengänge im Wald auch bei einer etwas größeren Gruppe erfolgreich in den Genuss einer entsprechenden Genehmigung der zuständigen Behörde zu gelangen. So hat der Landkreis Esslingen keine Bedenken gegen eine Verrichtung der Notdurft im Wald, sofern die Exkremente an geeigneter Stelle eingegraben werden.

Handelt es sich jedoch um ein Standlager, so ist mit dem Besitzer des Grundstückes eine Absprache hinsichtlich der vorrübergehenden Errichtung eines zentralen Wald-Klosetts zu treffen. Ab einer gewissen Gruppengröße ist das Anmieten eines Dixies kaum zu umgehen und möglicherweise auch besser für die Umwelt, als das „ungeklärte Einleiten von Abwasser“ in größeren Mengen. Wenn es einen unaufhaltsam an ungebotener Stelle „überkommt“ hat man möglicherweise keine Wahl. In diesem Fall sind die Ergebnisse jedoch restlos zu entfernen. Würde man „erwischt“, wäre genau dazulegen, weshalb man denn nicht in der Lage war, sich wie ein erwachsener Mensch zu kontrollieren. Halbherzige Erklärungen („hatte eine einstündige Bahnfahrt hinter mir und fand die Klos an Bord eklig“) reichen definitiv nicht aus. Im stillstehendem Verkehr (Stau) auf der Autobahn ist das Verlassen des Wagens zwar grundsätzlich nicht erlaubt, wird jedoch in Notfällen dieser Art toleriert. Schließlich handelt es sich um ein Menschenrecht.

Quelle: scouting 02-10

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Kategorien: Pfadfinder

zum Thema "Antirassismus" gesucht. Nähe

Neues von der DPSG - Fr., 07/08/2022 - 02:39
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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Pitters Lieder

Scouting - Sa., 07/02/2022 - 14:35

Mit pitters lieder liegt eine von Helmut König herausgegebene vollständige Sammlung der nachgelassenen Lieder von Peter Rohland in Text und Noten vor. In ihrer Reihenfolge folgt sie der Systematik der schon zuvor von Helmut König bei THOROFON herausgegebenen Tonauf- zeichnungen. Es war das Anliegen der Peter Rohland Stiftung, die Lieder von Peter Rohland einer breiteren Öffentlichkeit in Text und Ton in einem Band zugänglich zu machen. Dies ist nun gelungen. Die Tonaufnahmen von Peter Rohland finden sich auf einer DVD, die diesem Buch beigefügt ist.

Zu den vornehmsten Aufgaben der Stiftung gehört die Aufarbeitung und Präsentation des künstlerischen Nachlasses ihres Namensgebers.

Mit dem vorliegenden Liederbuch pitters lieder kommt die Stiftung einmal mehr ihrer Aufgabe nach, das von Peter Rohland hinterlassene Werk zu erfassen und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Peter Rohland (1933-1966) war einer der wichtigen Neuerer und Anreger in der deutschen Lied- und Chanson-Szene der frühen 1960er-Jahre. Mit seinen Liedzyklen der Landstreicherballaden, der Lieder des Francois Villon, der jiddischen Lieder und vor allem der Lieder deutscher Demokraten des Vormärz und der Revolution von 1848 hat er dem schon verloren geglaubten deutschen Volkslied („Wo sind unsre alten Lieder?“ sang Franz Josef Degenhardt damals in einem seiner vielbeachteten Chansons) eine neue Dimension hinzugefügt und zur Entwicklung eines neuen „unverstaubten“ Volksliedverständnisses beigetragen.

Rezensionen:

„Die sorgfältige, nahezu bibliophile Gestaltung dieses Buches (Leineneinband, Schutzumschlag, Grafik, Lesebändchen, Format, Papier- und Druckqulität) geht erheblich über die Machart vieler vergleichbarer Liederwerke hinaus. Ein Buch, das sich nicht nur für den eigenen Gebrauch, sondern auch zum Verschenken eignet.“
Kei Engelke – Folker 05/14

ISBN 978-3-88778-407-2
248 Seiten
Format: 18 x 25 cm
Sprache: deutsch
1. Auflage, inkl. DVD mit allen Liedern, Hardcover mit Leinen und Schutzumschlag

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Bund Europäischer St. Georgs-Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Scouting - Sa., 07/02/2022 - 14:22

Die Gründung des Bundes Europäischer St. Georgs-Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BESP) erfolgte 1990, als einige Stämme des Europäischen Pfadfinderbundes Sankt Georg (EPSG) austraten. Vorangegangen war eine Auseinandersetzung um die Bildung eines Gaues, was der Satzung der EPSG allerdings widersprach. Der BESP ist ein freier Zusammenschluss von Pfadfinderstämmen, die jeweils relative Freiheit in Struktur und Form der Gruppenarbeit genießen. Er ist Mitglied der World Federation of Independent Scouts (WFIS) und möchte ein gemeinsames Zusammenleben auf christlich-ökumenischer Grundlage verwirklichen. Er beruft sich auf die Grundlagen der Pfadfinderbewegung nach Baden-Powell (inklusive Probenordnung). Die Homepage des Bundes ist leider nicht mehr erreichbar, aber die drei Stämme Noah, Windrose und Graf Folke Bernadotte sind durchaus noch rege.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Pfadfinderküche leicht gemacht

Scouting - Sa., 07/02/2022 - 14:22

Die Autorin der Rezepte: Gisèle Dill oder „Gisl“, wie sie bei den Pfadis genannt wird, hat seit über 30 Jahren Erfahrung im Kochen auf kleinen und großen Pfadfinderlagern. Es ist ihr wie keinem anderen gelungen, eine gesunde, ernährungsbewusste und qualitativ sehr hochwertige Kochkultur in der Pfadfinderszene zu etablieren. Auf viele Nachfragen hin ist nun ein umfangreiches Kochbuch entstanden, welches auch unerfahrenen Köchen den Einstieg in die Lager­küche ermöglicht.

Die Rezeptauswahl ist geprägt sowohl durch ihre schweizerische Herkunft als auch durch ihren langjährigen Lebensraum im Schwabenländle (Kässpätzle sind in ihrem Buch ebenso zu finden, wie die echte, eidgenössische Rösti). Gisl verströmte immer eine Begeisterung zum Kochen und mit ihr wurde der Küchendienst stets zur gerne getanen Pflicht aller Lagerteilnehmer. (…) Gisl hat schon seit einigen Jahren immer gerne ihre Rezepte und ihre Unterstützung für die neu heranwachsenden Lagerköche und Küchenhelfer weitergegeben. Nun wurde aus einer Losen-Blatt-Sammlung der Rezepte nicht nur ein umfangreiches Kochbuch sondern auch ein Lehrwerk für jeden Kochneuling, der die Pfadigerichte zu Hause nachkochen will oder für größere (Kinder-)gruppen kocht.

Konzept & Gestaltung: Alexandra Strauß, unter den Pfadfindern mit dem Namen „Hexe“ bekannt, lebt heute in Ravensburg. Sie ist seit 30 Jahren Pfadfin­derin im Pfadfinderbund Horizonte e.V. Hexe war mit Leib und Seele viele Jahre Meuten- und Sippenführerin im Stamm Edelweißpiraten, arbeitete in der Bundesführung und Gruppenleiterausbildung mit und strukturierte schon immer mit Freude die vorhandenen Unterlagen. (…) Alexandra Strauß ist Lehrerin an der freien Waldorfschule Ravensburg und sammelte so auf zahlreichen Klassenfahrten immer wieder Erfahrungen in Planung und Verköstigung. Dieses geschmackvoll gestaltete Gesamtkunstwerk der Pfadfinderküche ist das Ergebnis der jahrelangen Zusammenarbeit mit Gisl.

Autor: Gisèle Dill
ISBN 978-3-88778-406-5
228 Seiten
Format: 21 x 21 cm
Sprache: deutsch
1. Auflage, zahlreiche Abbildungen, Hardcover

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands

Scouting - Sa., 07/02/2022 - 14:17

Die heutige Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) gründete sich 1976 aus Unzufriedenheit mit dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und berief sich dabei auf die Traditionen der historischen CPD. Sie entstand aus Gruppen des VCP und außenstehenden CP-Gruppen. Im Zentrum der Arbeit stehen der christliche Glaube und die klassische Pfadfinderarbeit. Der Bund umfasst Mädchen und Jungen, trägt eine gemeinsame Kluft, es gibt Gesetz und Versprechen und sie arbeitet mit Pfadfinderproben. Seit 2003 ist die CPD Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej). Neben dem Bundeshof in Birkenfelde verfügen auch zahlreiche Gruppen der CPD über eigene Heime. Die CPD gehört mit mehreren tausend Mitgliedern zu den größeren Pfadfinderorganisationen in Deutschland. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Meldepflicht bei Jugendgruppenreisen nach Frankreich

Scouting - Sa., 07/02/2022 - 14:17

Bereits im Jahr 2001/2002 trat in Frankreich ein neues Gesetz zum Schutze der Jugend in Kraft. Es besagt, dass sich Veranstalter von Jugendgruppenreisen einige Wochen vor Antritt der Reise beim zuständigen Departement anzumelden haben. In Unkenntnis dieser Regelung begab sich eine größere Gruppe des BdP im Sommer 2008 auf Großfahrt nach Frankreich. Nachdem einer von ihnen ins Krankenhaus musste, fiel den Behörden auf, dass sich die Gruppe unangemeldet in Frankreich aufhielt. Sie wurden nach Italien ausgewiesen und mit Strafverfolgung bedroht. Der LV Niedersachsen des BdP erließ in Folge ein Fahrtenverbot für Frankreich. Die meisten deutschen Pfadfindergruppen, sofern ihnen das Gesetz überhaupt bekannt ist, betrachten es als reine Schikane. Grund genug für die Scouting, einmal bei der französischen Tourismuszentrale und der französischen Botschaft und im französischen Ministerium für die Jugend nachzufragen, was es mit der Regelung genau auf sich hat. Als wirklich informiert über das Gesetz zeigte sich jedoch nur letztere Behörde (hilfsbereit waren aber alle!).

Besonders strenge Regelungen gelten für den Aufenthalt von Gruppen mit Teilnehmern unter sechs Jahren. Da dieser Fall auf Pfadfindergruppen in der Regel nicht zutrifft, lassen wir ihn außer Acht. Die Regelung greift außerdem nur bei Gruppen mit mehr als sechs minderjährigen Teilnehmern! Hier dürfte sich das wichtigste Schlüsselloch befinden. Wird die Reisegruppe jedoch sieben oder mehr Minderjährige umfassen, so muss mindestens zwei Monate vor der Einreise eine Voranmeldung bei den örtlichen Behörden (also am Reiseziel) „Direction départementale de la cohésion sociale“ (DDCS) oder „Direction départementale de la cohésion sociale et de la protection des populations“ (DDCSPP) erfolgen. Das zur Voranmeldung notwendige Formular lautet „Déclaration d’un accueil avec hérbergement“, annexe I, Formular Cerfa n°12757*01. Es erfasst Informationen zum Veranstalter, der geplanten Reise und den Teilnehmern. Spätestens acht Tage vor Ankunft ist dann eine weitere Anmeldung abzugeben, die Details über den endgültigen Ablauf der Reise beinhaltet. Die Behörde möchte damit sicher gehen, dass die Veranstalter über die notwendige Qualifizierung verfügen und dass die Art der Unterbringung geeignet ist. So ist vorgeschrieben, dass mindestens zwei Leiter anwesend sind, dass auf zwölf Teilnehmer mindestens ein Leiter kommt, dass der Campingplatz offiziell genehmigt ist oder zumindest seine Unbedenklichkeit bestätigt wurde, dass Quarantänemöglichkeiten vorhanden sind und dass Jungen und Mädchen getrennt untergebracht werden. Was, so muss man es klipp und klar sagen, bei einem Standlager auf einem offiziellen Campingplatz zu einer lästigen Formalie wird, einen Hajk jedoch, bei dem man „ins Blaue hinein“ unterwegs ist und sich seine Unterkunft spontan sucht, schier unmöglich werden lässt. Denn wer weiß schon bei einem Hajk vorab, wo genau er welche Nacht verbringen wird und kann sich für jede „Unterkunft“ vorher die Unbedenklichkeit durch die örtlichen Behörden bescheinigen lassen? Erfüllen die gemeldeten Informationen nicht den Vorgaben, so kann die Behörde die geplante Reise sogar untersagen. Hier hilft nur eines, besinnt euch auf eure Wurzeln und geht in Kleingruppen auf Fahrt. Sind maximal sechs Minderjährige in eurer Gruppe, kräht kein Hahn nach euch. Auf Aufforderung der Scouting wurde das Informationsformular freundlicherweise auf Englisch übersetzt. Es ist zu finden unter https://www.jeunesse-vie-associative.gouv.fr/Home-page/Youth/French-regulations-concerning-the/Home-page/Youth/French-regulations-concerning-the/French-regulations-concerning-the,1972

Sollte der Direktlink nicht funktionieren, so sucht nach „French regulations concerning the lodging of Children in a summer camp“. Auf die Nachfrage der Scouting, wie sich diese Meldepflicht mit dem Grundsatz der europäischen Freizügigkeit verträgt, entgegnete man übrigens, dass die Anmeldung aus zwingenden Gründen (=Schutz von Minderjährigen) des öffentlichen Rechtes gerechtfertigt sei und durch den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) entstanden sei. Es ist also nur zu hoffen, dass das laute Wiehern des französischen Amtsschimmels nicht auch die übrigen Gäule in Europa ansteckt.

Quelle: scouting 01-11

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Vorgestellt: Saarländischer Pfadfinderbund

Scouting - Sa., 07/02/2022 - 05:54

Der heutige Saarländische Pfadfinderbund beruft sich zwar auf die lange Geschichte der Pfadfinder im Saarland, entstand aber genaugenommen als solches erst 2001, als nach der bereits 1989 erfolgten Fusion der Landesverbände Saar und Rheinland-Pfalz innerhalb des Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Saarländischen Delegierten feststellen mussten, dass Gelder, die sie aufgrund des Fusionsvertrages für sich in Anspruch nehmen glaubten zu können, mit Hinblick auf fehlende Beantragungen nicht ausgezahlt wurden. Da es immer hin um 75.000 Mark ging, war die Verärgerung so groß, dass es bis zum Austritt aus dem BdP langte. Von fünf Stämmen, die vor einigen Jahren noch bestanden, scheinen nur noch zwei oder drei zu existieren und auch die Bundeshomepage verweist schon länger auf eine dazugehörige Stammesseite. Der Bund ist koedukativ, man trägt gemeinsame Kluft, ist aber nicht übermäßig scoutistisch. Die Fahrt ist wesentliches Element der Gruppenarbeit. Hier geht es zur Homepage der Gruppe Chico Mendes.

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