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Aktualisiert: vor 6 Stunden 6 Minuten

Rezension: Manchmal sucht sich das Leben harte Wege

Do., 09/30/2021 - 10:46

In der Verlagsankündigung heißt es, dass Katharina Afflerbach ihrem Buch „Manchmal sucht sich das Leben harte Wege“ wahre Geschichten von Menschen schildert, die einen Schicksalsschlag erleiden mussten und dabei den Fragen nachgeht, was ihnen dabei hilft, wieder Lebensmut zu schöpfen und Freude zu empfinden. Für (ältere) Pfadfinder, die ja per Pfadfindergesetz quasi in allen Schwierigeiten zumindest sinngemäß lächeln und pfeifen, scheint dies eine lohnenswerte Lektüre zu sein. Tatsächlich sind die im Buch enthaltenden Schilderungen thematisch begrenzt auf Todesfälle unter engsten Angehörigen. „Ratgeberlektüre“ im engeren Sinne ist die Veröffentlichung keineswegs.

Vielmehr tastet sich die Sammlung der Geschichten über die Schilderungen jeweils unterschiedlicher Hinterbliebenen an die eigentlichen Fragestellungen heran, nämlich, wie konkrete Hinterbliebenen ihren Verlust individuell verarbeiten und was ihnen hierbei hilfreich war.

Tatsache ist: Der Tod naher Angehöriger wird wohl jeden von uns früher oder später ereilen. Selten wird es der „passende Moment“ oder „die passende Todesart“ sein. Wer es noch nicht selbst erlebt hat, kann zumeist nicht nachempfinden (und mitempfinden). In Folge erleben Hinterbliebene oft den Rückzug von Freunden oder Kollegen, die fürchten, „das Falsche“ zu sagen. Andere sagen unbedacht, oft hilflos-floskelhaft, unbeabsichtigt verletztende Dinge.

In der heutigen Gesellschaft ist der Tod nicht mehr Teil des Lebens: Er wird in Krankenhäuser und Pflegeheime quasi ausgelagert; Aufbahrungen der Verstorbenen werden überwiegend als verstörend empfunden und sind aus der Mode gekommen. Kinder hält man sowieso davon fern. In Folge dessen ist der erste Tote, den man sieht, zumeist direkt ein engster Angehöriger statt eine einem eher fernstehende Person. Es gibt also keine Gelegenheit, den Umgang mit dem Tod zu üben. Dabei wäre dies so wichtig – denn drumherum kommt man nicht.

Nach der Lektüre hat man zumindest eine Ahnung davon, was in Hinterbliebenen vorgeht und welche Art des Beistandes hilfreich sein kann. Man dürfte dann auch eher in der Lage sein, das passende zu sagen, sich sicherer fühlen im Umgang mit Hinterbliebenen. Doch auch an diese wendet sich dieses Buch. Denn die Umgebung kann eben nicht Gedanken lesen, was die eigenen Bedürfnisse angeht.

Man kommt nicht umhin, sich bei der Lektüre zu fragen: Wenn mir das passieren würde wie würde ich reagieren? Unmittelbar getroffen ist man freilich, trifft man in den Schilderungen auf Ereignisse, die einem selbst vertraut sind. Das lässt sich dann nicht wegwischen. Und eben darin besteht wohl die Größe dieses Buches: Die Distanz zwischen Trauernden und ihrem Umfeld zu verringern, um menschlichen Beistand zu ermöglichen.

Katharina Afflerbach
Manchmal sucht sich das Leben harte Wege.
Softcover, 180 Seiten.
ISBN: 9783990602393
Preis: 19,95 €
Erschienen am 05. September im Goldegg Verlag.

Kategorien: Pfadfinder

Verabschiedung in Ruhestand

Mi., 09/29/2021 - 05:55

Abschied nach 21 Dienstjahren: Am Samstag, den 25.09.2021 hat im Haus Sankt Georg in Wegberg-Watern die Verabschiedung des ehemaligen Geschäftsführers Heribert Rychert stattgefunden. Ca. 50 Gäste, darunter aktuelle sowie ehema-lige Mitarbeiter*innen, Ehrenamtliche, Freunde sowie Weggefährten, waren gekommen, um den 66-Jährigen feierlich in seinen Ruhestand zu entlassen.

Bereits im Mai hatte es eine kleine, interne Verabschiedung gegeben. Mit dieser großen Abschiedsfeier endeten nun endgültig 21 Jahre im Dienst der DPSG im Diözesanverband Aachen. Als Geschäftsführer be-gleitete und organisierte Heribert Rychert u.a. zahlreiche Diözesanla-ger, Umbauten und Erweiterungen im Haus Sankt Georg sowie den Kauf der Jugendbildungsstätte St. Nikolaus Rursee in Nideggen-Schmidt.

Verbandler aus Leidenschaft

Jede Herausforderung habe er nie alleine bestritten, sondern immer in Teamarbeit mit seinen Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen aus dem Verband, wie Heribert Rychert immer wieder betont. Und das kam gut an! „Ich habe die Zusammenarbeit mit ihm immer sehr geschätzt. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Belange seiner Mitarbeiter*innen und der Ehrenamtlichen. Wir sagen Danke und wünschen Ihm für sei-nen Ruhestand alles Gute und gut Pfad“, sagt der Vorsitzender des DPSG DV Aachens, Matthias Koß.

Seinen offiziell letzten Arbeitstag bestritt der 66-Jährige bereits Ende Juni. Langweilig ist Heribert Rychert seitdem noch nicht geworden, wie er selbst erzählt. Auch er ist ehrenamtlich sehr aktiv: so ist er stellver-tretender Vorsitzender im Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen und engagiert sich zudem im Synodalen Weg der Katholischen Kirche in Deutschland.

Geschäftsführung in guten Händen

Die Nachfolge von Heribert Rychert übernahm Monika Bergendahl. Für den DPSG DV Aachen kein unbekanntes Gesicht: Sie war von 1995 bis 2001 ehrenamtliche Diözesanvorsitzende und anschließend sieben Jahre lang ehrenamtliche e.V.-Vorsitzende.

Die DPSG ist mit ca. 7.000 Mitgliedern und ca. 35.000 Ehemaligen der größte Pfadfinder*innenverband im Bistum Aachen. Die Mitglieder en-gagieren sich in 85 Ortsgruppen. Ihr Ziel ist die Erziehung von jungen Menschen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Pfadfin-der*innen entdecken ihre Umwelt durch bewusstes Handeln. Ihr Ver-ständnis der Welt beruht auf den Grundsätzen des christlichen Glau-bens. Das politische und soziale Engagement der Pfadfinder*innen zeigt sich in vielen Bereichen. Zum Beispiel in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen im täglichen Leben oder im Zeltlager.

Kategorien: Pfadfinder

JOTA-JOTI Registrierung

Di., 09/28/2021 - 10:12

Wie WOSM mitteilte, sind die Vorbereitungen für das Jamboree-on-the-Internet (JOTI) und Jamboree-on-the-Air (JOTA), also die weltweiten Pfadfindertreffen per Funk und Internetkontakt, im vollen Gange. Sie sind für den 15.-17. Oktober 2021 terminiert. Sowohl Einzelpersonen wie auch Gruppen können sich zur Teilnahme registrieren lassen.

Bildnachweis: WOSM

 

Kategorien: Pfadfinder

Neuerscheinungen in Auslieferung

Mo., 09/27/2021 - 10:18

In Auslieferung befinden sich die drei Neuerscheinungen des Spurbuchverlages „Das maritime Liederbuch„, „Römische Geschichten“ und „Auf vielen Straßen dieser Welt„.

In „Das maritime Liederbuch„, dem „Mytilus“-Liederbuch, finden sich 100 Geschichten, die vom Meer und von der Seefahrt erzählen. Die Auswahl von Arbeitsliedern aus der Zeit der Segelschiffe, international bekannten Folksongs und in jüngerer Zeit entstandenen Liedern ist besonders für singende Jugendgruppen und Freizeitchöre geeignet. Zu allen Liedern gibt es Noten und Gitarrenbegleitungen.

Über die Autoren:
Uwe Imgart wurde 1960 in Hannover geboren. Er war von 1971 bis 1984 im Wandervogel Deutscher Bund aktiv, wo seine Gitarre oder Mandoline nie fehlen durften. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Neben Familie und einer anspruchsvol- len Tätigkeit als Arzt hat er sich weiterhin Zeit für bündische Projekte genommen. Seit 2009 ver- bindet er bei Mytilus e.V. die Liebe zum Segeln auf einem Traditionsschiff mit der Liebe zum gemeinsamen Singen. Darüber hinaus war und ist er in verschiedenen Chören und Singekreisen aktiv. Diese einzigartige Liedersammlung ent- stand aus diesen Erfahrungen und seinen über Jahre erworbenen Fähigkeiten im Schreiben von Liedblättern. Er starb 2021 kurz vor Erscheinen dieses Liederbuches.

Lesley Imgart wurde 1996 in Stuttgart geboren. Trotz aller Versuche ihres Vaters konnte sie sich nie wirklich für Schiffe begeistern und bevorzugt Abenteuer an Land. Sie zog nach Großbritannien um Illustration zu studieren und lebt momentan in Edinburgh. In diesem Projekt fand sie Gelegenheit auf die Lieder zurückzukommen, mit denen sie aufwuchs. Für das Illustrieren dieses Buches hat sie sehr viel Zeit mit dem Betrachten von Segeln und Leinen verbracht.

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Das Maritime Liederbuch Uwe Imgart & Lesley Imgart
ISBN: 978-3-88778-030-2
248 Seiten
Format: 14,8 x 19 cm
1. Auflage, Hardcover
18,80 €  Versandkostenfrei (DE), inkl. 7% Mwst.
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Die Römischen Geschichten des Schauspielers und Autors Ulrich von Dobschütz (Mitglied des Mindener Kreises) spiegeln das heutige Leben in dieser uralten, unvergleichlichen Stadt unterhaltsam wider. Sie erzählen mit feiner Ironie vom alltäglichen Chaos, aber auch von versteckten, idyllischen Orten mit spürbarer und sichtbarer Anbindung an vergangene Zeiten: Das „Jetzt“ auf antikem Boden. Peter Härtling schrieb dazu: „Die Geschichten haben mich im besten Sinne des Wortes unterhalten, obendrein sehr informativ, jetzt weiß ich, was ein „Condominium“ bedeutet und andere römische Rätsel. Die „Erzählgedichte“, ganz und gar römisch, fördern glückliche Erinnerungen zu Tage, eine anregende Lektüre.

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Römische Geschichten
Ulrich von Dobschütz
ISBN 978-3-88778-610-6
136 Seiten
Format: 12,5 x 20,5 cm
1 Auflage, Softcover
16,80 €  Versandkostenfrei (DE), inkl. 7% MwSt.
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Die dritte Neuerscheinung, „Auf vielen Straßen dieser Welt“ stammt aus der Feder von Hans Bollinger. Dieser ergriff Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre die Gelegenheit, weit abseits der „Ameisenstraßen“ des aufkommenden Massentourismus Fahrten zu unternehmen, die legendär waren und heute so nicht mehr möglich wären.

Ausgerüstet nur mit Rucksack und Schlafsack, ohne Zelt, ging der Autor damals „auf Fahrt“ mit seinen Freunden, übernachtete wochenlang im Freien, trieb sich auf vielen Straßen herum – der verrufenen „Tippelei“ verschrieben.

Er fand an der Adria noch kilometerlange, menschenleere Strände, an denen heute ein Strandkorb neben dem anderen steht, begab sich auf die Spuren der Hohenstaufen, blickte am Kraterrand des Vulkans Stromboli in den brodelnden Schlund heißer Lava, lauschte in den Bergen Siziliens bei einer noch archaisch lebenden Familie den alten sizilianischen Weisen und erlebte auf all seinen Fahrten eine überschwengliche Gastfreundschaft.

Die Straße ist seine Freundin geworden, die ihn überall hingebracht hat – bis in die entlegensten Winkel Spaniens, Italiens, Portugals, Griechenlands und Lapplands. Und immer dabei: seine Gitarre und viele Lieder im Kopf, die er zum Dank für die Gastfreundschaft sang, die ihm die Herzen öffneten und Fremde zu Freunden werden ließen.

Gitarre, Lieder, Lagerfeuer – das war der magische Dreiklang dieser Fahrten…

Hier ist der Link zum Buch auf der Spurbuchwebseite:
https://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/auf-vielen-strassen-dieser-welt.html Zum Buch kommt außerdem noch eine CD mit den bekanntesten Nerother Liedern heraus: https://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/hans-bollinger-auf-vielen-strassen-dieser-welt-cd.html

Auf vielen Straßen dieser Welt
Hans Bollinger
ISBN 978-3-88778-608-3
288 Seiten
Format: 17,5 x 24,5 cm
Auflage, Hardcover
28,80 €  Versandkostenfrei (DE), inkl. 7% Mwst.

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend

Mo., 09/27/2021 - 10:06

Die Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend (CPA) sind Träger der Pfadfinderarbeit an den Gemeinden der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschand und gehören zum Dachverband der Adventjugend. Sie sind auch der nationale Zweig der weltweiten Pfadfinderorganisation „Pathfinders“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Ihre Anfänge in Deutschland reichen bis 1948 zurück. „Durchgesetzt“ hat sich die Organisation innerkirchlich in den neunziger Jahren. Die CPA gehört mit 3500 Mitgliedern zahlenmäßig zu den größeren Pfadfinderorganisationen in Deutschland. Hier geht es zur Homepage der Organisation.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Impfpflicht für Canadische Pfadfinder

Mo., 09/27/2021 - 10:06

Die Scouts Canada führen die Impfpflicht für alle Mitarbeiter, Mitglieder und Teilnehmer ein, soweit für diese (altersbezogen) Impfstoffe zur Verfügung stehen. Ab dem 1. November 2021 ist eine vollständige Impfung für alle persönlichen Pfadfinderaktivitäten im ganzen Land erforderlich. Die Verband erhofft sich davon, die Verbreitung von COVID-19 und seinen Varianten zu stoppen. Der Verband bittet seine Mitglieder, eine wesentliche Rolle dabei zu spielen, die Ausbreitung des Virus und seiner Varianten zu stoppen, damit Kinder wieder Kinder sein könnten. Jede Person, die aus medizinischen oder religiösen Gründen nicht geimpft werden könne, könne eine Ausnahme beantragen und werde berücksichtigt. Wer ungeimpft bleibe, könne an virtuellen Aktivitäten teilnehmen. Zusätzlich zu dieser neuen Richtlinie von Scouts Canada werde man auch weiterhin alle bundesstaatlichen, provinziellen und lokalen Gesetze befolgen, die sich auf die vollständigen Impfvorschriften bezögen. Der Beschluss wird von den Mitgliedern gemischt aufgenommen. Auch jene, welche eine Impfung grundsätzlich gutheißen, merken teilweise an, dass sie nicht von oben herab „verordnet“ werden solle.

scouts.ca/news-and-events/news/2021/09/scouts-canada-introduces-vaccination-requirement-for-all-members
facebook.com/scoutscanada/photos/a.10150560750168657/10158671944593657/?type=3&theater
twitter.com/scoutscanada/status/1438186860006846472

Kategorien: Pfadfinder

Baden-Powell-Kalender

So., 09/26/2021 - 10:08

In diesem ansprechend gestalteten Kalender sind historische Aufnahmen des Gründers der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell, abgebildet. Sie stammen alle aus dem Archiv des Deutschen Pfadfinder-Museum in Baunach. Auslieferung ab Oktober.

Baden-Powell – Historischer Kalender 2022
ISBN 978-3-88778-048-7
Format: 21 x 29,7 cm
Spiralbindung, starkes weißes Papier
12,80 €  inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

Blick in den Kalender

ANGEBOT: Bei einer Sammelbestellung von 10 Kalendern zahlen Sie nur 68 € !

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Kategorien: Pfadfinder

Podiumsdiskussion: Rechter Terror

Fr., 09/24/2021 - 10:02

Einladung zu Podiumsgespräch und Diskussion mit dem Buchautor Martin Steinhagen und dem Journalisten Joachim F. Tornau
29. September 2021, 18:00 Uhr, Meißnersaal, Jugendburg Ludwigstein

Liebe Sippen, Horten und Gruppen, liebe Burgfreunde! 2012 hatte Dr. Walter Lübcke zur Einweihung des Enno-Narten-Baus gesagt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Verantwortlichen von dieser Arbeit geprägt werden und ich glaube, dass dieses Haus, wenn es mit Leben gefüllt ist, sie reichlich belohnt für die vielen, vielen Stunden, die hier geleistet wurden.“ Sieben Jahre später, am 1. Juni 2019, erschoss ein Rechtsterrorist den Kasseler Regierungspräsidenten. Mit Blick auf die bundesdeutsche Geschichte wurde damit erstmals ein hoher politischer Beamter aus rechtsextremistischen Motiven ermordet.

Dass die Tat keinen Anfangspunkt markiert, sondern für eine weitere Stufe in einem langen Radikalisierungsprozess des rechten Terrors in Deutschland steht, zeigt Martin Steinhagen in seinem jüngst erschienenen Buch „Rechter Terror. Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt“. Der Journalist zeichnet darin den Tathergang detailgenau nach, gibt tiefe Einblicke in die Biographie sowohl des Opfers als auch des Täters und betrachtet das gesellschaftliche Klima, das den Möglichkeitsraum für das Attentat eröffnete.

Martin Steinhagen stellt sein Buch in einem Podiumsgespräch mit Joachim F. Tornau, Experte für die rechtsextreme Szene in Nordhessen vom Journalistenbüro Kassel, und anschließender Diskussion im Publikum vor. Organisiert wird die Veranstaltung über das hessenweite Projekt der Jugendbildungsstätte „Grauzone: historisch-politische Extremismusprävention zum völkisch-nationalistischen Milieu“. Mehr Informationen zur Veranstaltung finden sich in der Einladung.

Für die Teilnahme (es gilt die 3G-Regel) ist eine vorherige Anmeldung mit Kontaktdaten erforderlich – bitte per E-Mail an Dr. Alexander Akel von der Jugendbildungsstätte Ludwigstein: alexander.akel@burgludwigstein.de

Euer Ansprechpartner für Rückfragen ist Stephan (stephan.sommerfeld@burgludwigstein.de).

Kategorien: Pfadfinder

schwarzbunt 2022: ABGESAGT

Mi., 09/22/2021 - 10:34

Lieber schwarzbunter Haufen,
hinter uns liegen anstrengende Jahre, Monate und Wochen. Die letzte Zeit war aber intensiver und hat uns vor größere Herausforderungen gestellt, als wir vorhersehen konnten.
Dies hat uns heute zu der schweren Entscheidung geführt, das schwarzbunt, unser Herzensprojekt, in der Form wie wir es geplant haben abzusagen. 

Die Gründe hierfür sind vielfältig und komplex. Da ist zunächst die finanzielle Mehrbelastung, die unserer bisherigen Planung zum Einen aufgrund der coronabedingten Lagerverschiebung und zum Anderen aufgrund gestiegener Kosten für Material und Pacht entgegen steht. Auch mussten wir mit Veränderungen im Team und wechselnden Verantwortlichkeiten am Veranstaltungsort umgehen. Kontaktbeschränkungen und fehlende physische Treffen haben die Lösung der vorhandenen Aufgaben nicht leichter gemacht. Diese Umstände haben auch dazu geführt, dass die Motivation für uns alle unter der starken Belastung gelitten hat. Darüber hinaus ist weiterhin unklar, ob und unter welchen behördlichen Auflagen Zeltlager im kommenden Frühjahr stattfinden können. Im Ergebnis erscheinen uns die Risiken der vorgenannten Gründe größer als die Chancen, die wir in einer Lagerdurchführung sehen.

Wir haben am vergangenen Wochenende in einem intensiven Prozess alle Möglichkeiten und Eventualitäten abgewogen, durchdiskutiert und von allen Seiten beleuchtet. Wir mussten diese Entscheidung sehr kurzfristig treffen, weil wir externen Beteiligten zeitnah eine Antwort geben mussten. Ergebnis war am Ende dieses Tages, dass eine Durchführung unter diesen Umständen nicht mehr tragbar ist.

Wir wollen uns an dieser Stelle dennoch für all den Zuspruch, das Vertrauen und die Unterstützung von allen Seiten bedanken. Ihr habt den Prozess bis hier hin zu etwas unvergleichlichem gemacht.

Bis hoffentlich ganz bald!
Gut Pfad, Ayen und Horridoh
Euer schwarzbunter Vorbereitungskreis

Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: scouting-Jahrbuch 2014

Fr., 09/03/2021 - 17:09

Das 30. Jubiläum der Zeitschrift scouting. Auch in 2014 behandelte die Redaktion die wichtigsten Ereignisse der Pfadfinder- und Jugendbewegung des Jahres.

Aus dem Inhalt:
Vierzig Morgen in Albanien, KPE in Jerusalem, BdP Stamm Wildwasser in Rumanien, KPE auf Mallorca, in den Pyrenäen, in Marokko, Taunuspfadfinder in Finnland, 100 Jahre Tiroler Pfadfinder, Bundeslager (VCP, Royal Rangers), Scoutingtrain 2014, Deutschlands Singewettstreite, Abgebrannte Pfadfinderheime – Chronologie des Schreckens, 30 Jahre Weinbacher Wandervogel, Burg Ludwigstein: Ein Jahr „Betreten“ verboten und der Dialog der Bünde sowie Beiträge zu Wissenschaft und Pädagogik und der Geschichte der Pfadfinder- und Jugendbewegung.

scouting Jahrbuch 2014
180 Seiten | Hardcover | 22 x 24,5 cm
23,80 € | A: 24,40 €
ISBN 978-3-88778-431-7

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Kategorien: Pfadfinder

Prävention braucht Aufarbeitung

Fr., 09/03/2021 - 17:03

Sexualisierte Gewalt: Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) startet als erster großer Jugendverband umfassenden Aufarbeitungsprozess. In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) arbeitet der BdP mögliche Fälle von sexualisierter Gewalt und die dafür verantwortlichen Strukturen zwischen den Jahren 1976 und 2006 auf. Der BdP möchte die Kultur des Schweigens mit Blick auf sexualisierte Gewalt in der Vergangenheit brechen und eine kritische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt im eigenen Verband befördern. Der betroffenengerechte Umgang ist dabei handlungsleitend. Das bedeutet auch, Strukturen und Selbstverständnis in Frage zu stellen und diese zum Wohl der Kinder und Jugendlichen zu überprüfen.

Dazu ruft der Verband jetzt Betroffene und Zeitzeug*innen auf, sich beim Institut unter aufruf@ipp-muenchen.de oder vom 9. September bis 7. Oktober 2021 telefonisch unter 030-549875-51 (dienstags 11 – 13 Uhr und donnerstags 15 – 17 Uhr) bei Bernard Könnecke vom Kooperationspartner „Dissens“ zu melden. Dieser Aufruf sowie das gesamte Projekt und das Studiendesign wurden heute Vormittag bei einer Pressekonferenz öffentlich vorgestellt.

„Präventions- und Interventionsarbeit sind heute unverzichtbare Säulen unserer Arbeit. Doch in unserer über 40-jährigen Geschichte ist es uns nicht immer gelungen, unsere Mitglieder vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Wir sind der Überzeugung, dass eine gründliche Aufarbeitung dieser Fälle unsere Kinderschutzbemühungen nur stärken kann. Aufarbeitung bedeutet für uns außerdem Betroffenen die Möglichkeit zu geben, gehört zu werden und Anerkennung zu erfahren.“, so Bundeschatzmeister Marcus Lauter.

Um eine ehrliche und unabhängige Untersuchung und somit systematische Aufarbeitung zu gewährleisten, hat der BdP das IPP mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung beauftragt. Das Institut übernimmt die Verantwortung für das Forschungsdesign, die Auswahl der Zugänge zum Forschungsfeld, die Auswahl der Quellen, die Datenerhebung und –auswertung. Finanziert wird der Aufarbeitungsprozess aus eigenen Mitteln, vor allem durch Spenden, z.B. der Stiftung Pfadfinden, und Mitgliedsbeiträge. Im Fokus des Projekts stehen Fälle in den Jahren zwischen der Gründung des Verbands 1976 und der Implementierung von verbandlichen Präventions- und Interventionsstrukturen 2006.

Peter Caspari vom Forscher*innenteam des IPP erläutert: „Aufarbeitung heißt in vielen Fällen jahrzehntelanges Schweigen zu brechen. Wir liefern eine Datengrundlage, auf die sich die Organisation beziehen kann bei ihren Aufarbeitungsbemühungen und geben Empfehlungen, auch konkret zur zukünftigen Prävention. Wir möchten das Ausmaß und die Formen sexualisierter Gewalt klären. Wir möchten Klarheit darüber schaffen, wie es dazu kommen konnte.“ Im Zentrum des Erkenntnisinteresses stünden die Perspektiven Betroffener, denn erfahrungsgemäß geben diese die wichtigsten und aussagekräftigsten Informationen. „Bei diesen Interviews mit Schlüsselpersonen und Zeitzeug*innen sichern wir absolute Verschwiegenheit in Bezug auf persönliche Daten zu und gewährleisten Anonymität. Die interviewten Personen haben absolute Kontrolle über den Verlauf der Gespräche, so ist z.B. ein Abbruch jederzeit möglich und nur solche Fragen werden beantwortet, die die Betroffenen beantworten möchten.“, verspricht Peter Caspari.

„Wir hoffen, dass Menschen die Kraft und den Mut finden, sich beim IPP zu melden und mit ihrer Geschichte zur Aufarbeitung beizutragen.“, so Maria Venus, Bundesvorsitzende des BdP.

Ergebnisse der Studie werden Anfang 2023 erwartet. Die Zwischenzeit wird der BdP nutzen, um seine Präventionsarbeit weiter zu stärken und eine breite Diskussion über den Umgang mit Betroffenen, Täter*innen und Verdachtspersonen im BdP zu führen.

Die Pressekonferenz vom 1. September kann unter folgendem Link jederzeit noch angeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=l39noydzgkw.

Nähere Informationen zu Zielen des Projekts, Ansprechpartner*innen des Arbeitskreises und zur Studie gibt es unter https://www.pfadfinden.de/kinderschutz/aufarbeitung/. Der Aufruf ist in voller Länge hier zu finden: https://www.pfa.de/wp-content/uploads/2021/08/aufruf-ipp-pfadfinder-kurzversion_24.08.2021.pdf.

Nähere Informationen zur Prävention sexualisierter Gewalt im Verband heute gibt es hier: https://www.pfadfinden.de/kinderschutz/praevention-sexualisierter-gewalt/.

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) wurde 1976 gegründet, ist interkonfessionell und überparteilich und erreicht rund 30.000 Kinder und Jugendliche. Er gehört zu den großen Pfadfinder*innenverbänden Deutschlands und ist Teil der mit rund 50 Millionen Mitgliedern größten Jugendbewegung der Welt. Ziel der pädagogischen Arbeit des BdP ist es, Kindern und Jugendlichen Gemeinsinn und Verantwortung, Weltoffenheit und Umweltbewusstsein zu vermitteln.

Bildnachweise: Beitragsvorschau (BdP-Kluft): Daniel Lienert/BdP; Beitragsbild (Pressekonferenz): Laura Jost/BdP

Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Deutscher Pfadfinderbund

Mi., 09/01/2021 - 15:30

Der heutige Deutsche Pfadfinderbund wurde 1945 in der Tradition der Reichsschaft deutscher Pfadfinder und des Neudeutschen Pfadfinderbundes in Berlin, zunächst unter der Bezeichnung „Bund deutscher Jugend von Berlin“ von Ebbo Plewe und Walter Jansen (Michael) gegründet. Der DPB ist interkonfessionell, jedoch nicht im Sinne von un- oder antikonfessionell. Seine Wurzeln sieht der DPB sowohl in der Pfadfinderbewegung, als auch der deutschen Jugendbewegung. Der DPB gliedert sich in vier selbständige Bundesteile: Mädchenbund, Jungenbund, Orden St. Georg und Orden St. Christophorus. Seine um die 2500 Mitglieder verteilen sich über ganz Deutschland mit Schwerpunkten in Berlin, Franken und an Rhein-Ruhr. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Die WesleyScouts

Mi., 09/01/2021 - 15:30

Die WesleyScouts sind die Pfadfinder der evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland. Diese Freikirche wurde gegründet von dem anglikanischen Geistlichen John Wesley, nach dem sich auch die WesleyScouts benannt haben. Sie bilden historisch betrachtet die dritte und jüngste Welle von Pfadfindern innerhalb dieser Freikirche in Deutschland.WesleyScouts treffen sich in ihren Stämmen, genießen das Leben in der freien Natur, lehren Kinder und Jugendlichen Knoten und Bünde, den Umgang mit Feuer und das sichere Handhaben der Werkzeuge. Erste Hilfe, Kochen überm Lagerfeuer, kleine und große Bauten, kurze oder längere Wanderungen, sachgerechtes Verhalten in der Natur, die Freude am Einfachen sind weitere abenteuerliche Inhalte für junge Menschen. Bei den Treffen bildet das Vermitteln und Einüben pfadfinderischer Werte, die durch das Christentum geprägt sind, die geistliche Grundlage der Arbeit. Die WesleyScouts arbeiten gerne und oft mit anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern zusammen. Den WesleyScouts gemeinsam sind das Versprechen und die Regeln, das grüne Tuch, das Emblem und der Stufenpfad – das ist ihr Ausbildungsweg und gleichzeitig der Titel ihres Handbuches für solides Wissen. Die Kinder müssen keine Christen sein, um mitzumachen. Dennoch bildet auch der Glaube im „Stufenpfad“ eine Ausbildungssparte. Aber das Bekenntnis zu Gott kann im Versprechen (wie es auch in anderen Bünden gehandhabt wird) entfallen. Das Versprechen der Wesley Scouts lautet: „Es ist mein Ziel, Gott, meine Mitmenschen und mich selbst zu achten.“

Sieben Regeln untermauern dann dieses Versprechen:
Die WesleyScouts
… lernen Gott kennen und sich an Jesus zu orientieren.
… helfen und packen mit an.
… sind ehrlich und bereit, ihre Meinung zu vertreten.
… suchen das Beste in Mensch und Natur.
… sind ritterlich, auf ihr Wort kann man sich verlassen.
… sind genügsam und teilen, was sie haben.
… halten mit anderen zusammen und können sich in der Gruppe einfügen.

Hier geht es zur Homepage der WesleyScouts.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Buchvorstellung: Baustein 1 – Die Sippe

Mi., 09/01/2021 - 15:30

Der erste Band der bekannten Baustein-Reihe ist speziell für die alltägliche Praxis der Sippenführer konzipiert. Die Grundlagen der Sippenarbeit, Grundregeln und Anforderungen an den Sippenführer werden ebenso behandelt wie pädagogische Gesichtspunkte. Checklisten und Ablaufmodelle helfen dabei. Das immer noch bisher umfassendste und sorgfältigste Werk für die alltägliche Praxis, auch weit über den Pfadfinderbund Weltenbummler hinaus, wo es entstanden ist.

Pfadfinderbund Weltenbummler (Hrsg.)
Baustein-Reihe 1 – Die Sippe
152 Seiten | Softcover | 14,5 x 21 cm
11,80 € | A: 12,10 €
ISBN 978-3-88778-173-6

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: Bund unabhängiger Pfadfinder

Mi., 09/01/2021 - 15:15

Der Bund unabhängiger Pfadfinder wurde zusammen mit dem Stamm Cassiopeia e. V. am 16. April 1994 in Erbstorf gegründet. Einige Gründungsmitglieder traten zuvor aus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aus.Prinzipien sind neben einer modernen Fassung des Pfadfindergesetzes:
1. Toleranz gegenüber anderen Pfadfinderverbänden
(1996 in die Weltpfadfinderschaft WFIS eingetreten)
2. Ein Zusammenleben auf familiärer Basis
3. Stärkung des Einzelnen und der Gruppe
4. Ein demokratisches Mitspracherecht für jedes Mitglied (auch Minderjährige)
5. Learning by doing
6. Abenteuerpädagogik

Die Kluft des BuP beeinhaltet das grüne Hemd mit den Zugehörigkeitsabzeichen „Bund, Weltverband, Stamm, Nation, Sippe“, sowie Leistungsabzeichen. Das Tuch wird von den jüngeren Mitglieder mit einem Halstuchknoten gebunden getragen, während die erwachsenen Mitglieder und Gruppenleiter das Tuch mit einem Freundschaftsbund zusammenbinden dürfen. Es gibt keine verschiedenen Alterstufen, ein einmaliges Versprechen und für alle ein einheitliches dreifarbiges Tuch. Hier geht es zur Homepage der Organisation.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Kategorien: Pfadfinder

Buchvorstellung: Der Felsengärtner – Freundesgabe für Roland Eckert

Mi., 09/01/2021 - 15:15

Wir haben dieser Freundesgabe und Festschrift für Roland Eckert den Titel „Der Felsengärtner“ gegeben.
Rolands Trierer Felsengarten ist ein ästhetisch angelegter, dem widrigen Fels abgerungener Garten, der einerseits die wunderbarsten Früchte liefert, und andererseits ein „hortus amoenus“, ein lieblicher Garten Eden, in dem man sich entspannt, zu sich kommt, sich mit anderen austauscht und erfährt. Er versinnbildlicht daher auf besondere Art und Weise jene zentralen Lebensbereiche und Momente der Welt- und Selbsterfahrung, die Roland Eckert als Person kennzeichnen: die Familie, die Natur, die Künste, den wissenschaftlichen Dialog und die Begegnung. Das Buch umfasst entsprechend Beiträge von Familienmitgliedern, von Freunden und Weggefährten aus der Bündischen Jugend, von Dichtern, Künstlern und Musikern, sowie viele Beiträge von wissenschaftlichen Kollegen, Kooperationspartnern, Schülern und Freunden zu den unterschiedlichen Feldern seiner wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit.

Günter C. Behrmann, Eberhard Schürmann, Helmut Willems (Hg.)
Der Felsengärtner – Freundesgabe für Roland Eckert
96 Seiten | Hardcover |  18 x 25,5 cm
D: 34 €
ISBN 978-3-88778-517-8

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Kategorien: Pfadfinder

Vorgestellt: FSE Alsace

Mi., 09/01/2021 - 15:11

Die Fédération du Scoutisme Européen – Alsace (FSE-Alsace) ist – auf Deutschland bezogen – der Gau Kurpfalz innerhalb der FSE. Über die Zugehörigkeit zur FSE ist die FSE Alsace auch in der Conféderation Européenne de Scoutisme (CES) vertreten. Der Gau Kurpfalz in der FSE Alsace „entstand“ 1976 aus Gruppen des Bundes Europäischer Pfadfinder (BEP), die von Karlhermann Bergner in Oftersheim gegründet worden waren und sich dann zusammen mit weiteren Gruppen entschlossen, in den französischen Bund FSE Alsace überzuwechseln. Der Bund, der sich in jüngerer Zeit auch „Bund der Europapfadfinder“ nennt, umfasst Jungen- und Mädchengruppen und arbeitet ökumenisch. Er besteht aus drei Stämmen und einer übergeordneten Rovergruppe. Hier geht es zur Homepage des Bundes.

Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).

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Scouting Jahrbuch 2018

Mi., 09/01/2021 - 15:11

Das Scouting-Jahrbuch 2018 ist erschienen. Im Jahrbuch werden die wichtigsten Ereignisse der Pfadfinder- und Jugendbewegung aus dem betreffenden Jahr dokumentiert und kommentiert. Dazu gehörten die Veranstaltungs-Highlights des Jahres, die schönsten Fahrtenberichte aber auch historische Artikel, pädagogische Abhandlungen, wichtige Beiträge zur Kultur der Pfadfinder- und Jugendbewegung, das Bücherbrett und vieles mehr. Eine zeitlose, solide Dokumentation und Erinnerung. Leseprobe Hier geht es zur Bestellung Aus dem Inhalt des Jahrbuches 2018:
Wer hat’s erfunden? Die zeitlosen Werte der Pfadfinder- und Jugendbewegung können ein Leitmotiv für die Zukunft sein
Fahrtenberichte: Vier Wochen in Lappland, Familien-Abenteuer im schwedischen Indian Summer, Unterwegs im Heiligen Land, Ein Abschied von FM, Sommerfahrt in den rumänischen Karpaten, Island, Kletterfahrt in Südtirol, Türkei – Georgien und Armenien, Korsika.
Bünde & Verbände: Historischer Beschluss für Pfadfinden in Deutschland, Droht den Boy Scouts of America die Insolvenz?, DPSG – das Leuchtfeuer-Lager, Eurocamp WIFS!, BdP in Sachsen, 25 Jahre Aktion Friedenslicht, Der Traum vom eigenen Pfadfinderheim, Pfadibewegung Schweiz wächst, Sommerlager der Taunuspfadfinder, Preis des Westfälischen Friedens, Bundesthing 2018 der CPD.
Zeitgeist: Vielfalt – Identität und Gemeinschaft, Sehnsucht, Singen
Sowie: Hamburger Singewettstreit 2018 und 2019, Liederfest Waldeck, Geschichte der Pfadfinder- und Jugendbewegung, Von König Otto I. bis zur deutschen Besetzung im April 1941, neunzigster Geburtstag von Peter Lampasiak, Das Pfadfinderkreuz am Glotzen, Deutsch-polnisch-österreichisches Projekt
Kategorien: Pfadfinder

Auftakt-Pressekonferenz Aufarbeitung BdP

Mi., 09/01/2021 - 15:05

Von mehreren Organisationen der deutschen Pfadfinderbewegung ist bekannt, dass sie sich ihrer institutionellen Verantwortung und der Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt stellen, so die DPSG, der VCP und der DPB. Am weitesten gediehen sind jedoch die entsprechenden Bemühungen des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, BdP, der diesen Prozess bereits 2016 mit einem Beschluss seiner Bundesversammlung in Gang setzte und heute im Rahmen einer Auftakt-Pressekonferenz, bei der neben Pressevertretern vor Ort zudem über 60 weitere Personen per Videostream teilnahmen, sein Projekt Echolot sowie das durchführende sozialwissenschaftliche „Institut für Praxisforschung und Projektberatung“ (IPP) vorstellte.

Die Vorgänge rund um das Canisius-Kolleg und in der amerikanischen Pfadfinderorganisation (BSA) hätten sie für die Problemlage sensibilisiert, schilderten Vorstandsvertreterin Maria Venus und für den AK Echolot Benjamin Holm. Es gäbe Hinweise darauf, dass es in der Vergangenheit des BdP dazu gekommen sei, dass Tätern nicht konsequent der Zugang zu Gruppen verhindert worden wäre, dass möglicherweise der Schutz des Ansehens der Institution wichtiger gewesen wäre, als Betroffengerechtigkeit. Hier fühlten sie eine institutionelle Verantwortung. Symbolisch war auf dem Podium ein Platz freigehalten worden für die Betroffenen sexualisierter Gewalt im BdP. Holger Specht von inmedio, der zum Beirat von Echolot gehört, sprach mit großen Respekt von den Betroffenen. Diese bräuchten viel Mut und Stärke, um sich nach den negativen Erfahrungen der Vergangenheit, die sie innerhalb des BdP gemacht hätten, nun das Vertrauen zu finden, sich zu melden, damit es dem BdP gelänge, solche Ereignissen in Zukunft besser vorbeugen zu helfen. Sowohl IPP, wie auch der BdP sprachen ihre Hoffnung aus, dass sie diesen Mut fänden. Das IPP sichert absolute Verschwiegenheit zu und gewährleistet Anonymität. Es erklärte, dass es Wert auf die Unabhängigkeit vom Auftraggeber lege.

Die drei großen Fragekomplexe, die behandelt werden, sind die individuellen Erfahrungen, die Betroffene gemacht haben; die institutionellen Gegebenheiten im Bund, die solches ermöglichten; Ideologische Ideen und gesellschaftliche Einflüsse, die mit beigetragen haben. Daneben aber auch, ob es hartnäckige Loyalitäten zu Tätern gegeben habe (oder gibt), die auch nach Jahrzehnten noch wirksam seien; ob es Netzwerke und/oder Verknüpfungen zu Netzwerken außerhalb des BdP gegeben habe. Die derzeitige Erkenntnisdichte sei noch schwach. Eine Aussage über die Anzahl von Betroffenen sei nicht möglich. Zwar gäbe es Akten über Ausschlussverfahren, aber nicht alle würden sich auf Vorwürfe sexualisierter Gewalt beziehen. Absolut im Fokus stünden deshalb Gespräche mit den Betroffenen, aber auch Zeitzeugen.

Aus dem Podium wurde eine Frage nach Entschädigung gestellt. Hier verwies der Bundesschatzmeister des BdP auf das „erweiterte Hilfesystem“, dem Bereich der Institutionen habe sich der BdP angeschlossen. Dies beträfe Fälle bis 2003. Über ein neutrales Clearingverfahren sei es möglich, Unterstützung für Therapiekosten zu erhalten. Im Chat insistierte derweil ein Mitglied des BdP, dass insbesondere auch der Umgang mit Alkohol im Bund überdacht werden müsse. Das werde vor Ort jeweils sehr unterschiedlich gehandhabt. Die Sicherheit von Schutzbefohlenen dürfe hier nicht der freien Entscheidung unerfahrener Personen überlassen bleiben, es brauche einheitliche klare Vorgaben. Gleichfalls aus dem Chat kam die Frage, ob es auch sogenannte „Lieblingspimpfe“ im BdP gegeben habe. Die Antwort lautete, dass diese wohl nicht so genannt worden seien – gegeben habe es sie aber mit Sicherheit. Holger Specht erläuterte, dass als „Lieblingspimpfe“ (in einer Gruppe, die nicht zum BdP gehört), junge Menschen bezeichnet worden wären, die von ihren Gruppenführern bzw. Älteren bevorzugte Behandlung erfahren hätten, aber von denselben auch sexualisierte Gewalt erlitten hätten.

Kontakt

Wenn du deine Geschichte dem Institut mitteilen möchtest, wende dich an: aufruf@ipp-muenchen.de (Helga Dill, Peter Caspari).
Für den Zeitraum 9. September 2021 bis 7. Oktober 2021 wurde eine eigene Telefonnummer bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. eingerichtet:
030-549875-51 (Bernard Könnecke). Telefonische Sprechzeiten sind dienstags zwischen 11 und 13 Uhr und donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr.
Externe Hilfe und Beratung findest du hier: www.nina-info.de

Kommentar

Anders als andere Instutionen, die erst nach erheblichen öffentlichem Druck überhaupt auch nur ansatzweise bereit waren, Aufarbeitung zu ermöglichen, hat der BdP ganz von sich selbst heraus und ohne dass es einen vorherigen bundesweiten Skandal gegeben hätte, die Notwendigkeit zur Aufarbeitung erkannt und die dafür notwendigen Schritte unternommen. Dies nötigt, zumal es sich bei ihm um eine überwiegend ehrenamtlich getragene Organisation handelt, hohen Respekt ab. Er wird seine Aufarbeitung öffentlich und transparent erfolgen lassen und hat zudem weitere Bünde mit in seinen Beirat berufen, denen hierdurch ermöglicht wird, Erfahrungen in der Umsetzung eines solchen Aufarbeitungsprozesses zu sammeln und daüber im Austausch zu bleiben. Zudem mag es sein, dass sich Betroffene anderer Bünde sozusagen versehentlich beim BdP melden (denn wer blickt schon bei den über 185 verschiedenen Organisationen durch). Er hat einen überzeugenden Aufschlag getan. Glaubwürdig. Es ist ihm ein gutes Gelingen zu wünschen.

Kategorien: Pfadfinder

Neuerscheinung Hans Scholl

Mi., 09/01/2021 - 14:13

Hintergründe zu Hans Scholl (Mitglied der NS-Widerstandsgruppe „Weiße Rose“) im Umfeld von dj.1.11 und sein verschlungener Weg in den Widerstand beleuchtet das Buch „Hans Scholl“ von Fritz Schmidt & Jürgen Reulecke. Es erscheint Ende September 2021 als Nr. 24 der Schriftenreihe des Mindener Kreises.

Immer noch erscheinen Bücher über die Geschwister Hans und Sophie Scholl, doch vielfach unbekannt ist das Engagement Hans Scholls und seiner Freunde in den 1930er Jahren außerhalb der Hitlerjugend im Sinne von dj.1.11, dem von Eberhard Koebel gegründeten Jugendbund. Verfolgung durch Geheime Staatspolizei und NS-Justiz, und zwar nicht nur in Ulm, sondern darüber hinaus in Stuttgart und Berlin sowie anderen Orten, waren die Folge. Das betraf auch einen Freund der Familie Scholl, Ernst Reden aus Köln, der damals in Ulm seinen Wehrdienst ableistete, sowie am Rande auch Sophie Scholl, die heuer 100 Jahre alt geworden wäre.

Gerade bei der Beschreibung der Jugendjahre der Protagonisten haben oft Lücken und Fehlinterpretationen das Bild gemindert. Dem soll mit dieser Studie abgeholfen werden, der ein Geleitwort von Jürgen Reulecke vorangeht. Mit aller Vorsicht fließen daneben Gedanken ein, wie Hans Scholl zu seiner späteren Widerständigkeit gefunden haben könnte ‒ eine Frage, die trotz vielfältiger Ansätze bislang weitgehend ungeklärt ist. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf Hans und Sophie Scholls Mitverschworene Alex- ander Schmorell und Willi Graf hingewiesen.

Der Autor dieser Studie beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema. So konnte er mit Inge Aicher-Scholl, der Verfasserin des aufsehenerregenden Buches „Die weiße Rose“, sprechen wie mit Max von Neubeck, der in der Jugendzeit Hans Scholls eine gewisse Rolle spielte und nach dem Krieg noch einmal einschlägig tätig wurde. Ferner konnte er Kontakt zu einem weiteren Überlebenden aufnehmen, der wertvolle Erinnerungen beisteuerte.

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