Über die King-Hussein-Bridge ins Westjordanland: Unterschied zwischen den Versionen

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Für die nächsten 50 km kann ich also Downhill fahren. Schon bald sehe ich den ersten Kontrollposten auf meinem Weg zur Grenze. Ich zeige meine Papiere samt Bewilligung der WEiterreise vor und werde durchgelassen. Und so einfach und problemlos geht es mir auch an den nächsten Kontrollen.
Für die nächsten 50 km kann ich also Downhill fahren. Schon bald sehe ich den ersten Kontrollposten auf meinem Weg zur Grenze. Ich zeige meine Papiere samt Bewilligung der WEiterreise vor und werde durchgelassen. Und so einfach und problemlos geht es mir auch an den nächsten Kontrollen.


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Am letzten Posten vor der Grenze angekommen erkundige ich mich, wie es ab hier weiter geht. Heute nicht mehr und mit dem Fahrrad auf jeden Fall nicht, die Überquerung der Brücke ist nur in den dafür vorgesehenen Linienbussen möglich. Mit dem eigenen Fahrzeug darf die Brücke nicht passiert werden. Da hilft mir auch mein amtlich bestätigtes Schreiben nicht mehr weiter. Aber es ist erlaubt, mein Fahrrad als Gepäck in den Bus zu verladen. Ich kann morgen früh wieder kommen, wenn die Grenze geöffnet hat.


Am Grenzposten angekommen erkundige ich mich, wie es ab hier weiter geht. Mit dem Fahrrad auf jeden Fall nicht, die Überquerung der Brücke ist nur in den dafür vorgesehenen Linienbussen möglich. Mit dem eigenen Fahrzeug darf die Brücke nicht passiert werden. Da hilft mir auch mein amtlich bestätigtes Schreiben nicht mehr weiter. Aber es ist erlaubt, mein Fahrrad als Gepäck in den Bus zu verladen. Nur sind das alles irgendwelche Mini-Busse, ohne Gepäckfach oder Gepäckträger. Wie soll das gehen? Von den Busfahrern bekomme ich die lapidare Auskunft, später, später, als ich ankündige, das Fahrrad muss irgendwie mit rein in den Bus.
Für die nötige Übernachtung werde ich von ein paar jungen Palästinänsern eingeladen. Wir landen in einer Art geschlossenem Restaurant, ich kann mir in einer Ecke mein Lager richten. Wir kommen so gut es geht ins Gespräch, wir spielen Karten und spät in der Nacht gibt es noch ein gemeinsames Essen.


Alleine könnte ich sofort mit, mit dem Fahrrad will mich jeder zum nachfolgenden Bus schicken. Letztendlich war der Trick, ein zweites Ticket für mein Fahrrad zu lösen, damit dieses seinen eigenen Sitz inmittes des Busses bekommt.
Sie erzählen mir, wie schwer es für sie ist, über die Grenze zu kommen und prophezeien mir, dass das mit dem Fahrrad und der Grenze nicht funktionieren wird.


Die Fahrt über die King-Hussein-Bridge ist ereignislos und kurz, das Rinnsal des einst mächtigen Jorden kaum wahrnehmbar. Auf israelischer Seite nennt sich die Brücke Allenby-Bridge. Und schnell erreichen wir die dortige Abfertigungsstation. Die Menschen werden hier in zwei Klassen eingeteilt, Palästinenser und Touristen. Erstere haben es schwer, um von Jordanien ins Westjordanland zu kommen, wo sie vielleicht arbeiten, vielleicht Familie haben. Nicht mal ein Kugelschreiber dürfen sie mitnehmen, die strengen Leibesvisitationen und Schikanen sind nur zu erahnen. In den Augen der Israeli ist jeder ein potentieller Terrorist.
Geschlafen hätte ich lieber im Zelt. In dem warmen Gebäude fressen mich die Mücken. Erst als ich mich ins Freie lege wird es besser. Bereits morgens um fünf Uhr bin ich auf den Beinen.
 
Und um halb sieben stehe ich bereits an der jordanischen Grenzstation. Geöffnet wird um halb neun. Erst dann trudeln die ersten Busse ein. Nur sind das alles irgendwelche Mini-Busse, ohne Gepäckfach oder Gepäckträger. Wie soll das gehen? Von den Busfahrern bekomme ich die lapidare Auskunft, später, später, als ich ankündige, das Fahrrad muss irgendwie mit rein in den Bus.
 
Alleine könnte ich sofort mit, mit dem Fahrrad will mich jeder zum nachfolgenden Bus schicken. Letztendlich war der Trick, ein zweites Ticket für mein Fahrrad zu lösen, damit dieses seinen eigenen Sitz in Mitten des Busses bekommt.
 
Die Fahrt über die King-Hussein-Bridge ist ereignislos und kurz, das Rinnsal des einst mächtigen Jordan kaum wahrnehmbar. Ich komme mir vor, wie beim Austausch der Spione am Checkpoint Charlie. Auf der einen Seite der Brücke die Jordanier mit Maschinenpistolen. Sie würdigen uns keines Blickes. Auf der anderen Seite der Brücke ebenso gut bewaffnete Israelis. Auf israelischer Seite nennt sich die Brücke Allenby-Bridge. Und schnell erreichen wir die dortige Abfertigungsstation. Die Menschen werden hier in zwei Klassen eingeteilt, Palästinenser und Touristen. Erstere haben es schwer, um von Jordanien ins Westjordanland zu kommen, wo sie vielleicht arbeiten, vielleicht Familie haben. Nicht mal ein Kugelschreiber dürfen sie mitnehmen, die strengen Leibesvisitationen und Schikanen sind nur zu erahnen. In den Augen der Israeli ist jeder ein potentieller Terrorist.


Die Touristen haben es einfach. Kurz durch den Körperscanner, eine Gespäckkontrolle wie am Flughafen. Satteltaschen und Fahrrad gebe ich ab, diese wandern in einen schwarzen Tunnel und kommen auf der anderen Seite wieder heraus. Es bleibt die Passkontrolle und ich bin offiziell in Westjordanland eingereist, die Weiterreise nach Israel steht mir zumindest von deren Seite offen.
Die Touristen haben es einfach. Kurz durch den Körperscanner, eine Gespäckkontrolle wie am Flughafen. Satteltaschen und Fahrrad gebe ich ab, diese wandern in einen schwarzen Tunnel und kommen auf der anderen Seite wieder heraus. Es bleibt die Passkontrolle und ich bin offiziell in Westjordanland eingereist, die Weiterreise nach Israel steht mir zumindest von deren Seite offen.
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