Kohte im Schnee

Kohte

Vier Kohtenblätter und du hast eine klassiche Kohte mit der du auf Fahrt und im Zeltlager flexibel allen Wünschen gerecht wirst. Je nach Seitenwandhöhe bestimmst du deinen Komfort.

Es ist das Jahr 1927, als Eberhard Köbel (tusk) durch Lappland zieht, dort einen Winter bei den Samen verbringt und die Kota zu schätzen lernt. Irgendwann schreibt er von dem Zelt der Samen "vom Himmel nicht durch ein Dach getrennt". Er begeistert sich für die Möglichkeit ein Feuer im Zelt zu machen und dennoch und gerade trotzdem vor dem eiskalten Winter geschützt zu sein.

Die Samen transportieren die schwere Zelthaut mit ihren Rentieren. Die Holzkonstruktionen verbleiben meist an Ort und Stelle. In tusk reift jedoch die Idee, diesen Zelttyp für die Wanderungen und Fahrten der deutschen Jungenschaften zu kopieren. Sein Ziel ist ein leichtes, transportables Zelt, welches sich auf mehrere Schultern verteilen lässt und vor allem die Möglichkeit lässt, darin ein Feuer zu machen.

Zur Zeit von tusk, sind Zelte eher Heeresmaterial und von dort kennt er die quadratische Heereszeltbahn, mit der Kantenlänge von 165 cm und Doppelknöpfe als Verbindungselemente.

Nach vielen Experimenten entsteht eine neue Planenform (eine Art Trapez), aus welcher sich ein pyramidenförmiges Zelt mit einem Feuerloch in der Spitze bauen lässt. Tusk nennt dieses Zelt eine Kohte und träumt davon, dass irgendwann ganze Zeltdörfer nur aus diesem Zelt bestehen und sieht schon die Rauchsäulen, welche über den Kohten emporsteigen.

Die Kohtenstücke sind kompatibel mit den Heereszeltbahnen und werden nur in schwarz gefertigt. Tusk spricht noch davon, dass jeder sich einen bunten Streifen auf die Kohte nähen solle.

Aus vier Kohtenblättern wird ein Zelt. Das gängigste Modell aus Kohtenbahnen ist die Kohte. Dazu brauchst du lediglich vier Planen, die aneinander geknüpft und mittels ein, zwei oder drei Stangen und einem Kohtenkreuz aufgestellt werden.

Die Grundform ähnelt einer Pyramide, auch wenn die Grundfläche durch das Ausspannen der jeweiligen Mitte der vier Grundseiten zu einem Achteck wird. Die Kohte gibt einer kleinen Gruppe Platz und erlaubt durch das kleine Rauchloch ein Feuer im Inneren. Bei schlechtem Wetter brauchst du lediglich noch eine Abdeckung für das Rauchloch, um dich vor dem Regen zu schützen.

Tusk, der als Erfinder der Kohte gilt, schreibt über seine Intention folgendes:

Wir wollen uns die Welt der Kohte rein halten. Nicht vom gerechten Schmutz des Waldes, von Sand, Lehm und Asche, sondern von der Zivilisation. Euer ganzes Denken muß auf Kohtenfahrt der Natur zugewandt sein. Ein in der Kohte liegendes Fahrrad ist ebenso stillos wie eine Kohte, die auf einem Kasernenhof aufgestellt ist.

So wollen wir auch die Inneneinrichtung nach bestimmten Gesichtspunkten gestalten und nicht immer das Praktische und Vernünftige dem Schönen und Ästhetischen voranstellen. In der Mitte wird ein Herd angelegt. Das ist nur ein Kreis von Steinen, der das Überwandern des Feuers verhindern oder erschweren soll. Er ist höchstens so groß, wie das Rauchloch, das senkrecht über ihm liegt. [...]

Tee sollte immer verfügbar sein in der Kohte. Der Eingangsschlitz wird natürlich nicht dem Wind entgegen angelegt. Gegenüber dem Eingang wird auch oft ein kleiner Schlitz aufgeknöpft und auseinandergespannt, damit das Feuer besser zieht. Der Platz zwischen Eingang und Kohtentuch der Tür gegenüber heißt „Puaschu“. Dort werden die Vorräte, Kochgeschirre, Pötte, Pfannen zum backen usw. aufbewahrt. [...]

Wache darüber, dass die Kohte ihre eigne Welt behält! Suche den schönsten Platz! An ihm soll sie sich harmonisch in die Landschaft fügen. Dulde weder Radio noch blöde Gesinnung in ihr. Die Kohte soll euch hinausführen in die echtesten und tiefsten Gebiete und Stunden der Heimat. [...][1]


Beschreibung

Die Kohtenblätter (auch Kohtenbahn oder Kohtenstück) von heute sind noch sehr nah am original. Als die Planen 1952 in eine echte Serienproduktion gehen, werden die Kohtenblätter untereinander mittels Schlaufen und Ösen verbunden. Am Fuss der Plane bleibt jedoch das System mit Doppelknopf und Knopfloch erhalten. Die Kantenlänge entspricht weiterhin 165 cm (Kohte S00/52)

Lediglich folgen in den kommenden Jahren verschiedene Ergänzungen.

Damit stehen heute vier unterschiedliche Kohtenblätter zu Verfügung, welche unterschiedlich genutzt werden. Hinzu kommt die Wanderkohte. Detaillierte Zusammenstellungen der einzelnen Bestandteile findest du bei den Stücklisten.

Kohte S00/52

Kohtenblatt S00/52
Kohtenblatt S00/52 mit RV-Eingang
Kohte aus vier Kohtenblättern S00/52

Die Kohte S00/52 besteht aus vier Kohtenblättern, welche weder einen Erdstreifen, noch eine Seitenwand haben. Es ist die leichteste Variante, hat allerdings den Nachteil, dass es vor allem bei Bodenunebenheiten zu zugigen Spalten kommen kann. Mit einem separaten Seitenstreifen (Kohtenseitenwand) von 45 cm Höhe kann die gleiche Bauform, wie bei der Kohte S45/59 erreicht werden. Dieser optionale Seitenstreifen wird einfach mittels der Knöpfleiste der Planen verbunden.

Insbesondere eignet sich diese Ausführung mit fünf oder sechs Kohtenblättern auch zum Bau einer Jurte.

Dieses Kohtenblatt ist in einer weiteren Ausführung mit Reißverschluss erhältlich.

Eigenschaften

  • Kanten ringsum mit 5 cm breitem Streifen besetzt
  • Alle Ecken mit großen Verstärkungen und Messingösen, 16 mm Durchmesser
  • Linke Seitenkante mit Messingösen, 8 mm Durchmesser
  • Aufgesteppter Regenleiste mit 4 angeriegelten Kordelschlaufen
  • Rechte Seitenkante mit 12 Stück an der Unterseite doppelt angeriegelten Schlaufen
  • 4 Stück Kordelschlaufen mit Holzknebeln zur Befestigung der Regenleiste
  • Rechte und linke Unterkante mit je 8 Stück Knopflöchern und Alu-Doppelknöpfen ausgestattet (zur Anbringung von Seitenwänden)
  • Qualität: 128, KD 38 mit 280 g/m² und 136, KD24 mit 340 g/m²
  • Material: 100% Baumwolle
  • Ökotex Standard 100
  • Maße: ca. 252 cm x 320 cm

Gewicht

  • KD38 ca 1,85 kg
  • KD38 mit RV ca.
  • KD24 ca. 2,30 kg
  • KD24 mit RV ca.

Bezugsquelle

Kohte S20/52

Die Kohte S20/53 besteht aus vier Kohtenblättern mit einen fest angenähten Erdstreifen von ca. 20 cm Breite. Dieser dient vorwiegend dazu, die Kohte am Boden gegen Wind abzudichten. Bei der Verwendung zum Bau einer Jurte bietet dieser Stoffstreifen einen zusätzlichen Windschutz an der Verbindung Dach - Seitenwand.

Mit einem separaten Seitenstreifen (Kohtenseitenwand) von 45 cm Höhe kann die gleiche Bauform, wie bei der Kohte S45/59 erreicht werden. Dieser optionale Seitenstreifen wird einfach mittels der Knöpfleiste der Planen verbunden.

Insbesondere eignet sich diese Ausführung mit fünf oder sechs Kohtenblättern auch zum Bau einer Jurte.

Dieses Kohtenblatt ist in einer weiteren Ausführung mit Reißverschluss erhältlich.

Eigenschaften

  • Kanten ringsum mit 5 cm breitem Streifen besetzt
  • Alle Ecken mit großen Verstärkungen und Messingösen, 16 mm Durchmesser
  • Linke Seitenkante mit Messingösen, 8 mm Durchmesser
  • Aufgesteppter Regenleiste mit 4 angeriegelten Kordelschlaufen
  • Rechte Seitenkante mit 12 Stück an der Unterseite doppelt angeriegelten Schlaufen
  • 4 Stück Kordelschlaufen mit Holzknebeln zur Befestigung der Regenleiste
  • Rechte und linke Unterkante mit je 8 Stück Knopflöchern und Alu-Doppelknöpfen ausgestattet (zur Anbringung von Seitenwänden)
  • An der Innenseite angenähter Erdstreifen in ca. 19 cm Breite
  • Qualität: 128, KD 38 mit 280 g/m² und 136, KD24 mit 340 g/m²
  • Material: 100% Baumwolle
  • Ökotex Standard 100
  • Maße: ca. 252 cm x 320 cm

Gewicht

  • KD38 ca 2,10 kg
  • KD38 mit RV ca.
  • KD24 ca. 2,35 kg
  • KD24 mit RV ca.

Bezugsquelle

Kohte S45/59

Die Kohte S45/59 wird auch Hochkohte (bei manchen Gruppierungen S-Kohte) genannt. Sie bietet mit der am Kohtenblatt fest angenähten Seitenwand die Möglichkeit diese ca. 45 cm höher aufzustellen. Die Seitenwand steht dann senkrecht. Dadurch erhöht sich das Raumangebot in der Kohte deutlich. Es ist möglich näher am Rand der Kohte zu sitzen und zu liegen. Es ergibt sich kein toter Winkel, der kaum genutzt werden kann. Durch mehr Stoff sind die Planen jedoch auch schwerer. Zum einfacheren Aufbau bietet es sich an, Hochkohtenstäbe mit ca. 45 cm zu verwenden. Die Kohte kann jedoch auch ohne diese zusätzlichen Stäbe aufgespannt werden.

Die Seitenwand kann ebenfalls wie ein Erdstreifen zur Abdichtung am Boden genutzt werden, wenn die Kohte nicht erhöht aufgestellt wird.

Insbesondere eignet sich diese Ausführung mit fünf oder sechs Kohtenblättern auch zum Bau einer Jurte.

Dieses Kohtenblatt ist in einer weiteren Ausführung mit Reißverschluss erhältlich.

Eigenschaften

  • Kanten ringsum mit 5 cm breitem Streifen besetzt
  • Alle Ecken mit großen Verstärkungen und Messingösen, 16 mm Durchmesser
  • Linke Seitenkante mit Messingösen, 8 mm Durchmesser
  • Aufgesteppter Regenleiste mit 4 angeriegelten Kordelschlaufen
  • Rechte Seitenkante mit 12 Stück an der Unterseite doppelt angeriegelten Schlaufen
  • 4 Stück Kordelschlaufen mit Holzknebeln zur Befestigung der Regenleiste
  • Rechte und linke Unterkante mit je 8 Stück Knopflöchern und Alu-Doppelknöpfen ausgestattet (zur Anbringung von Seitenwänden)
  • An der Innenseite angenähte Seitenwand mit ca. 45 cm Höhe
  • Links mit zwei Alu-Knöpfen, rechts mit zwei Knopflöchern zur seitlichen Verbindung der Seitenwand
  • Qualität: 128, KD 38 mit 280 g/m² und 136, KD24 mit 340 g/m²
  • Material: 100% Baumwolle
  • Ökotex Standard 100
  • Maße: ca. 252 cm x 320 cm

Gewicht

  • KD38 ca 2,45 kg
  • KD38 mit RV ca. 3,30 kg
  • KD24 ca. 2,75 kg
  • KD24 mit RV ca. 3,50 kg

Bezugsquelle

Kohte S70/52

Text folgt

Wanderkohte

Die Wanderkohte ist eine Ausnahme im System. Mit einem Durchmesser von ca. 500 cm ist sie deutlich größer als die normalen Kohten. Mit ca. 5 m Durchmesser und 2,20 Höhe bietet die Kohte auf Fahrt auch einer größeren Gruppe Platz und ist trotzdem nur wenig schwerer. Sie besteht ebenfalls aus vier Kohtenblättern, hat einen Erdstreifen von ca. 23 cm und schafft damit ein Optimum aus Transportgewicht und Raumangebot. Da die Wanderkohtenblätter über einen Taschenverschluss mit Schlaufen und Ösen verfügen sind sie mit dem herkömmlichen Verschluss mit Schlaufen und Ösen nicht kompatibel.

Eigenschaften

  • Kanten ringsum mit 5 cm breitem Streifen besetzt
  • Alle Ecken mit großen Verstärkungen und Messingösen, 16 mm Durchmesser
  • Linke und rechte Seitenkante mit je 15 Stück Messingösen im Durchmesser von 8 mm
  • An der rechten Seitenkante aufgesteppte gedoppelte Regenleiste mit an der Unterseite angeriegelten Schlingen. Dadurch entsteht ein Taschenverschluss, der sehr große Regendichtigkeit gewährleistet.
  • Vier Holzknebel dienen der punktuellen Befestigung der Regenleiste
  • Unterkante mit 16 mm- Messingösen sowie Seilschlaufen als Abspannmöglichkeit am Boden
  • Zur Abdichtung gegen Zugluft ist ein ca. 23 cm breiter Erdstreifen an der Innenseite des Besatzes angenäht.
  • Qualität: 128, KD 38 mit 280 g/m² und 136, KD24 mit 340 g/m²
  • Material: 100% Baumwolle
  • Ökotex Standard 100
  • Maße: ca. 317 cm x 355 cm

Gewicht

  • KD38 ca 2,95 kg
  • KD24 ca. 3,30 kg
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Artikelnummer:
530-10-100-000
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2,50 kg
182,00 € *
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530-10-105-020
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3,80 kg
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3,50 kg
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