In dunkler Nacht im Wald allein

In dunkler Nacht, im Wald allein,
Mit Taschenlampen durch das Dickicht zieh'n,
Die Pfadfinder sind auf dem Weg,
In dieser wunderbaren Welt so schräg.

Knoten hier, Knoten dort,
Binden sie zusammen, ach, welch' ein Wort,
Der Spaß, der Geist, sie schwingen hoch,
Die Pfadfinder, sie kennen keine Not.

Am Lagerfeuer sitzen sie,
Singen Lieder, die die Seele liebt,
Gemeinsam stark, ein jeder hier,
Geborgen im Kreis der Pfadfinder.

Der Kompass zeigt die Richtung an,
Sie folgen ihr, so gut's jeder kann,
Durch Sturm und Regen, Sonne, Wind,
Die Pfadfinder trotzen jedem Kind.

Sie bauen Zelte, backen Brot,
Im Wald allein, fernab der Not,
Die Karte zeigt, wo sie hingeh'n,
Durchs Dickicht, durch den Wald zu zieh'n.

So lernt man hier, was wichtig ist,
Die Freundschaft, die den Tag erhellt,
Die Pfadfinder, sie sind bereit,
Gemeinsam durch die wunderbare Welt.

Die Sonne sinkt, die Sterne zieh'n,
Die Pfadfinder finden Ruh' im Dickicht hier,
Mit Taschenlampen, Kompass, Karte,
Sie ziehen weiter, durch die Welt so schräge, warte.

Interpretation

In diesem Gedicht wird das Leben und die Gemeinschaft der Pfadfinder beschrieben und gewürdigt. Das lyrische Ich, das aus der Perspektive des Dichters spricht, nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Erfahrungen und Aktivitäten, die die Pfadfinder prägen.

Die erste Strophe gibt einen Einblick in die Abenteuerlust der Pfadfinder, die sich in der Dunkelheit des Waldes zurechtfinden. Die Taschenlampen symbolisieren hierbei die Entdeckung und den Mut, sich in unbekanntes Terrain zu wagen.

Die zweite Strophe betont die Fertigkeiten der Pfadfinder, insbesondere das Knotenbinden, das für ihre praktischen Aktivitäten von zentraler Bedeutung ist. Zugleich unterstreicht die Strophe die Freude und den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.

In der dritten Strophe wird das gemeinsame Singen am Lagerfeuer als Ausdruck von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit dargestellt. Hier wird die emotionale Verbindung zwischen den Pfadfindern und ihre Stärke in der Gruppe hervorgehoben.

Die vierte Strophe zeigt die Entschlossenheit der Pfadfinder, sich den verschiedenen Herausforderungen der Natur zu stellen und dabei ihren Weg mit Hilfe von Kompass und Karte zu finden.

In der fünften Strophe wird die Selbstversorgung und Unabhängigkeit der Pfadfinder betont, die in der Wildnis Zelte aufbauen und ihr eigenes Brot backen. Die Karte symbolisiert hierbei Orientierung und den Willen, weiter voranzukommen.

Die sechste Strophe fasst zusammen, welche Werte die Pfadfinder vermitteln: Freundschaft und Zusammenhalt, die für das lyrische Ich von zentraler Bedeutung sind.

Die abschließende siebte Strophe beschreibt den Kreislauf der Pfadfinderaktivitäten und die innere Ruhe, die sie im Einklang mit der Natur finden. Die Welt mag "schräg" oder ungewöhnlich erscheinen, doch die Pfadfinder sind stets bereit, sich den Herausforderungen zu stellen und gemeinsam zu wachsen.

Insgesamt ist das Gedicht eine Ode an die Pfadfinder und ihre Fähigkeiten, ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und ihre Entschlossenheit, sich den Herausforderungen der Natur zu stellen. Das lyrische Ich zeigt eine tief empfundene Bewunderung für die Pfadfinder und vermittelt die Schönheit und die Bedeutung ihrer Erfahrungen und Werte.

Siehe auch