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Bis ihnen einfiel, drinnen im Haus saßen ja noch zwei Töchter. Und die konnten Englisch und mussten ab da übersetzen. Also wiederholten wir die komplette Unterhaltung nochmal mit zwei Dolmetscherinnen (die Töchter) für Mutter, Oma, Haushälterin und Nachbarin. Die Frauen wurden immer ausgelassener und auch wir hatten einen wunderbaren Nachnittag. Als dann die Oma darum bat, einen unserer Pfadfinderhüte aufzusetzen und wir sie unbedingt damit fotographieren sollten, lagen dann alle lachend am Boden. | Bis ihnen einfiel, drinnen im Haus saßen ja noch zwei Töchter. Und die konnten Englisch und mussten ab da übersetzen. Also wiederholten wir die komplette Unterhaltung nochmal mit zwei Dolmetscherinnen (die Töchter) für Mutter, Oma, Haushälterin und Nachbarin. Die Frauen wurden immer ausgelassener und auch wir hatten einen wunderbaren Nachnittag. Als dann die Oma darum bat, einen unserer Pfadfinderhüte aufzusetzen und wir sie unbedingt damit fotographieren sollten, lagen dann alle lachend am Boden. | ||
Evi und ihre Schwester, die beiden jungen Frauen haben uns zuletzt noch ein Stück aus dem Ort begleitet. Wir haben noch Adressen ausgetauscht, um auch ja das Foto mit Hut schicken zu können und sind dann beschwingt unserer Wege gezogen, um noch einen geeigneten Lagerplatz zu finden. | |||
Zuhause habe ich mein Englisch bemüht, einen Brief mit dem versprochenen Foto an die Evi geschrieben und daraus wurde ein nette deutsch-griechische Brieffreundschaft. | Zuhause habe ich mein Englisch bemüht, einen Brief mit dem versprochenen Foto an die Evi geschrieben und daraus wurde ein nette deutsch-griechische Brieffreundschaft. | ||
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Und plötzlich stehe ich vor der Tür. Die Mutter ist da, die Oma, die Haushälterin, die Töchter noch unterwegs. Ich lade mein Gepäck ab, setze mich zu der Mutter, wir plaudern wieder auf deutsch-griechisch. Als Evi hinzukommt, frage ich um eine kurze Übersetzung, was ihre Mutter mir eigentlich erzählt. Sie lacht, just kidding. | Und plötzlich stehe ich vor der Tür. Die Mutter ist da, die Oma, die Haushälterin, die Töchter noch unterwegs. Ich lade mein Gepäck ab, setze mich zu der Mutter, wir plaudern wieder auf deutsch-griechisch. Als Evi hinzukommt, frage ich um eine kurze Übersetzung, was ihre Mutter mir eigentlich erzählt. Sie lacht, just kidding. | ||
Ich werde zum Mittagessen eingeladen, aber vorher muss ich mir | Ich werde zum Mittagessen eingeladen, aber vorher muss ich noch kurz auf die Hauptpost. Ich hatte diese angegeben, um mir dorthin postlagernd zu schreiben. Und ich wollte eine Werkstatt suchen, um ein paar Speichen zu besorgen und zu ersetzen. Mein Hinterrad eiert wieder verdächtig. Vor dem Haus von Evi repariere ich mein Rad und lerne dabei den Vater kennen. Mittagessen gibt es reichlich. So satt war ich schon lange nicht mehr. Und sie entschuldigen sich für das karge Mahl, ich sei ja nicht eingeplant gewesen. Oh Gott, was hätte ich essen müssen, hätten sie gewusst, dass ich heute komme. Bei Evis Familie habe ich mich wunderbar wohl gefühlt. Obwohl mich mit ihr doch nur ein kurzer Nachmittag und ein paar Briefe verbindet, ist es nach ein paar Wochen alleine zu Reisen fast wie nach Hause oder zu guten Freunden zu kommen. | ||
Den Nachmittag verbringen Evi und ich im Städtchen, kehren im Café ein, unterhalten uns so gut es geht auf Englisch. Sie lädt mich ein, bis morgen zu bleiben. Den Abend in Livadia zu verbringen und bei ihrer Familie zu übernachten. Entweder traue ich mich nicht, oder das Reisen steckt mir schon so im Blut, dass ich unstet wie ich bin, noch weiterfahren will. | |||
Als ich abends im Zelt, 30 km weiter in Richtung Athen, mein Reisetagebuch schreibe, bedauere ich es, diese Einladung nicht angenommen zu haben. Wir waren jung und viel zu schüchtern, zumindest ich. | |||
Evi und ich werden uns noch ein ganze Weile Briefe schreiben, bis die Brieffreundschaft irgendwann einschläft. Viele Jahre später finden wir uns in den moderen Sozialen Medien wieder und bleiben bis heute in Kontakt miteinander. | |||
[[Kategorie: Fahnenflüchtig]] | [[Kategorie: Fahnenflüchtig]] | ||